Schlagwort-Archive: Naturschutz

Pinselohr im Winterfell

Der Luchs ist ein Einzelgänger und geht dem Menschen lieber aus dem Weg. In großen zusammenhängenden Waldgebieten wie im Harz, Bayerischer oder Pfälzer Wald wandert der Revierbewohner große Strecken umher. Aktuell leben 75 bis 80 streng geschützte Luchse in Deutschland.

Seine Beutetiere jagt der Waldgeist bevorzugt im dichten Wald. Neben dem hervorragenden Gehör ist auch die Sehfähigkeit extrem gut ausgeprägt. Eine Maus ortet er aus 70 m Entfernung noch zielsicher und auf 500 m entdeckt er ein Reh. In der Dunkelheit sind seine Augen sechsmal lichtempfindlicher als die eines Menschen. Seine kräftigen Hinterbeine ermöglichen ihm ein gutes Sprungvermögen, die ihn als Anschleichjäger auszeichnen. Aus kurzer Entfernung springt er seine Beute an, packt mit den sehr langen und scharfen Krallen der Vorderpranken zu und tötet es mit einem gezielten Kehlbiss. Die Nahrung besteht von Huftieren (Rotwild, Reh, Wildschwein), bei leichtem Zugang auch von Haustieren wie Schafe oder Ziegen. Für den kleinen Hunger zwischendurch stehen kleinere Beutetiere wie Fuchs, Hase, Kleinnager, Marder oder Hauskatze auf der Speisekarte.

Der Luchs wird auf der Roten Liste als stark gefährdet gelistet. Die häufigsten nachgewiesenen Todesursachen sind Verkehrsunfälle und Krankheiten wie die Fuchsräude. Laut einer Studie wurde jeder fünfte Luchs im Bayerischen Wald illegal getötet.

©deisterland.wordpress.com

 

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WWF fordert einen besseren Schutz der Wildtiere

60 Prozent weniger Wildtiere – Artikel in der Zeit „Die Situation ist wirklich schlecht, und sie wird immer schlechter“, sagte WWF-Direktor Marco Lambertini. Er mahnte, Naturschutz bedeute nicht nur, beliebte Tiere wie Tiger, Pandas und Wale zu schützen. Für den Menschen könne es keine Zukunft geben, wenn die Erde ihrer biologischen Vielfalt beraubt werde.

Eine beängstigende Vorstellung, wenn es bald nur noch uns gibt.

Ein ❤ für die Eule mit dem Herzgesicht.  Die Schleiereule ist in Deutschland  vom Aussterben bedroht.

Schleiereule © deisterland.wordpress.com

Ilsetal

Eine Erkenntnis ist heute in aller Munde:

>> Es ist gewiss, dass kein Mensch bloß für sich, sondern auch für andere und für die Nachkommenschaft leben muss. <<

Dieser Satz steht nicht in Agenden oder Resolutionen. Er ist mehr als 200 Jahre alt und stammt sinngemäß von Hans Dietrich von Zanthier (* 17. September 1717 in Görzig; † 30. November 1778 in Wernigerode)  – einem der Väter der Idee nachhaltiger Waldentwicklung und Begründer der ersten Forstakademie auf deutschem Boden in Ilsenburg/Harz.  Auf dem Heinrich-Heine-Wanderweg von Ilsenburg –> Ilsefälle –> Brocken kommen Wanderer am Zanthier-Platz mit Gedenkstein für den Oberforst- und Jägermeister vorbei.

Die Fotos stammen von der letzten Harz-Wanderung im September 2018 und zeigen die Ilsefälle.Das Rauschen der Ilsefälle war nach dem heißen und trockenen Sommer 2018 deutlich leiser und ich konnte an vielen Stellen locker von Felsen zu Felsen waten.

Links zu früheren Harz-Berichten Prinzessin „Ilse“ und Kloster Drübeck bei Wernigerode

 

Wolf im Deister gesichtet

Am Ostersonntag wurde von mehreren Personen auf der B 217 (Hannover/Hameln) in Höhe Steinkrug und im Wald ein Wolfsrüde gesehen. Es wurden einige Schnappschüsse gemacht und vom Revierförster eindeutig als Wolf identifiziert. Es soll sich um ein Einzeltier handeln. (Quelle: Calenberger Online News)

Wunderbar! Der Wolf besucht den Deister, vielleicht bleibt er. Futter gibt es genug im Deister. Damit bestätigt sich auch meine Sichtung eines Einzeltieres vor ein paar Monaten während einer MTB-Tour.

Der Wolf in Niedersachsen – Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Wünsche Euch noch einen schönen Ostermontag!

 

Europäische Wölfe im Wisentgehege Springe / Foto ©deisterland.wp.com

Das Märchen vom guten Wolf

Wie viel Nähe wollen wir zu dem Raubtier?

Wölfe sind mittlerweile in vielen Bundesländern gesichtet worden. Ihre Zahl nimmt Experten zufolge im Schnitt pro Jahr um 35 Prozent zu, inzwischen sollen knapp 600 Tiere in Deutschland leben. Gemäß Angaben des Bundesumweltministeriums wurden in den zwölf Monaten bis April 2016 nach neuesten Erkenntnissen 47 Wolfsrudel, 15 Wolfspaare und 4 sesshafte Einzelwölfe erfasst.

Verbreitungsgebiet von Wölfen

Empfehlenswerter Link zu einem taz-Artikel –>  Er kommt uns näher, immer näher

Nachtrag: In Niedersachsen wurde eine Initiative „Herdenschutz Niedersachsen“ gegründet, die Unterstützung bei der Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen anbietet. Weitere Infos: http://www.herdenschutz-niedersachsen.de/