Familie Meise

In der Schar der hungrigen Vögel, die in allen Jahreszeiten unsere Gärten besuchen, fehlt die zierliche Blaumeise fast nie. Wer ein Futterhaus aufgestellt hat, kann das schöne Tier, das in Gärten, Parks und Wäldern nistet, ganz aus der Nähe beobachten.

Im Nistkasten der Familie Meise ist ordentlich was los. Die Meiseneltern sind unermüdlich fleißig, um die laut piepsenden hungrigen Schnäbelchen der Jungen mit Futter zu versorgen und die Wohnung sauber zu halten.

Woran stirbt der Rotmilan?

Update: Link zur Sendung https://www.zdf.de/politik/frontal/rotmilan-gegen-windkraft-100.html

Ein aktuelles EU-Forschungsprojekt zeigt Ergebnisse zu den Todesursachen mit aus meiner Sicht vielen Fragezeichen. Demnach sind Rotmilane nicht durch den Ausbau der Windkraft gefährdet. „An einem Windrad zu sterben, ist ein äußerst seltenes Ereignis, wirklich extrem selten“, fasst Rainer Raab die ersten Ergebnisse von „LIFE EUROKITE“ zusammen.

Rotmilane werden 60 bis 66 Zentimeter lang. Ihre Flügelspannweite beträgt zwischen 175 und 195 Zentimetern. Fressfeinde sind Uhu, Habicht, Baummarder und Waschbär.

Todesursachen lt. EU-Forschunsprojekt (bezieht sich auf Europa)

  1. Fressfeinde
  2. Vergiftung
  3. Straßenverkehr
  4. Stromleitungen
  5. Abschuss
  6. Schienenverkehr
  7. Windkraft

Mehr zum Forschungsprojekt „Rotmilan gegen Windkraft – Das Märchen vom bedrohten Greifvogel“ heute, am Dienstag bei ZDF Frontal um 21.20 Uhr.

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Magie der Eulen

Der Uhu, der Kauz und zwo Eulen,
Beklagten erbärmlich ihr Leid:
Wir singen; doch heißt es, wir heulen.
So grausam belügt uns der Neid!

Wir hören der Nachtigall Proben,
Und weichen an Stimme nicht ihr:
Wir selber, wir müssen uns loben,
Es lobt uns ja keiner, als wir!

(Friedrich von Hagedorn,
1708-1754)

Heute zwei Leseempfehlungen: Weltmeister der Persönlichkeit – Artikel in der TAZ (klick Link)

Die Eulenflüsterin: „Ich war ein Kind, das nie gewollt war“, sagt Tanja Brandt. Sehr schmerzhaft sind ihre Erinnerungen, sobald sie über ihr Elternhaus spricht. In ihrem Buch schreibt sie über ihren harten Lebensweg und die Liebe zu den Tieren, die sie daran erinnert, dass Träume wahr werden können. Auch lernt sie von ihren Tieren, was es braucht, um glücklich zu sein: Von Ingo, dem Schäferhund, alles über Geborgenheit. Von Bärbel Mitgefühl und Verlässlichkeit, und auch Gandalf zeigt ihr, wie wunderbar Fürsorge ist.


Herrscher der Nacht

Unter den Eulen ist der Uhu die größte Art. Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Uhu in weiten Teilen Europas ausgestorben. Inzwischen ist der nachtaktive Jäger in Niedersachsen wieder heimisch geworden. Sein Speiseplan besteht aus Säugetieren wie Mäusen, Ratten, Kaninchen, Hasen, Amphibien und Reptilien.

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Zum Abschluss noch ein ❤ für die Eule mit dem Herzgesicht

Auf ihren weizenfarb’nen Flügeln,
Mit ihrer ernsten weißen Stirn
Huscht wie ein Geist sie
Durchs Giebelloch in die Scheune.

(John Clare, 1793 -1864)

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Schlaue Vogelwelt

Vogelhirne sind zwar klein, aber sehr leistungsfähig. Manche Arten sind sogar bessere Problemlöser als Primaten und Kleinkinder. Artikel National Geographik (klick Link).

Zu dem interessanten Artikel zeige ich ein paar Fotos aus meiner Sammlung.

Elster (Pica Pica)

Elstern sind außergewöhnlich intelligent und können sich sogar im Spiegel selbst erkennen. Im Volksmund sagt man ihr nicht nur nach, Glitzerndes zu stehlen, sondern auch, dass sie die Nester von Kleinvögeln ausplündern. Die Urteile über ihr „diebisches“ Tun sind in mehreren Untersuchungen (Kot-, Magen- und Speiballenanalysen) widerlegt worden. Elstern halten sich gerne an Orten auf, wo auch Amseln, Buchfinken, Meisen, Nachtigallen, Spatzen oder Zaunkönige zahlreich unterwegs sind. Der Ernährungsplan besteht aus Samen, Früchten, Insekten, Larven, Regenwürmern, Aas und den zahlreichen Köstlichkeiten in Haushaltsabfällen. Kleinvogelküken- oder Eierreste lagen bei allen Untersuchungen bei etwa drei Prozent.

Die cleveren Flieger bewegen sich geschickt und quetschen sich gerne in sehr kleine Vogelfutterhäuschen. Frech und „selbstbewusst“ trauen sie sich auch an Hunde heran und picken an der Rute, wenn es um einen Anteil an der täglichen Hundefutterration geht. Ihre Lautrepertoire reichen von dem bekannten „Schackern“ oder „Schäckern“ bis hin zu einem wunderschönen leisen rhythmischen Plaudergesang mit weichen Triller- und Pfeiftönen.

Hier eine aktuelle Aufnahme von unserem Dauergast „Edgar“  ❤

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Gefährdet die Windkraft bestimmte Vogelarten?

Windenergie und Vögel: „Die Opferzahlen sind viel höher als gedacht“

Für die Befürworter der Energiewende ist es eine unbequeme Tatsache: Windkraft fordert immer mehr Opfer unter Vögeln, Fledermäusen und Insekten. (Geo-Artikel klick Link)
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Besuch in der Küche

Zum Glück ist unser Killerkater auf Wanderschaft. Gestern Abend fing unser sportlicher Kater sich vor  meinen staunenenden Augen im Beisein meines Nachbarn einen Wiesel. Zwei Zäune, lautes Rufen und Klatschen hielten ihn nicht von der Jagd ab. Er schleppte seine quietschende Beute mit professionellen Sprüngen über die Zäune in sein Versteck am Bahndamm. Zum Glück nicht auf unsere Fußmatte auf der Terrasse oder auf dem Balkon! Ich habe so eine Jagd (okay, Mäusejagd und leider auch Vogeljagd schon) noch nie zuvor beobachtet und war völlig entsetzt. Als er gestern Abend nochmal bei uns vorbei schaute, stank er wie ein Iltis! Sobald er durch unsere Gärten schleicht, startet der Vogelalarm – angeführt von einer laut tösenden und zerfledderten punkigen Amsel.

Gifte als Auslöser des Artenschwundes

Kuhfladen und Pferdeäpfel sind Oasen der Artenvielfalt und für den Kreislauf von Werden und Vergehen ein interessantes und wichtiges Messinstrument. In einen gesunden Dunghaufen ziehen fix Dungkugelkäfer, Fliegen, Mücken, Milben, Regenwürmer, Tausendfüßler sowie Bakterien und Pilze ein. Die Bewohner auf und in den Dunghaufen zeigen an, wie intakt oder geschädigt ein Agrarsystem ist. Wenn auf den Weiden betonharte Kuhfladen liegen bleiben ist das nicht immer ein gutes Zeichen. Oft leidet die Artenvielfalt unter dem Einsatz von zu viel Medikamenten, Pestiziden und Düngemitteln.

Warum insbesondere die industrielle Agrarindustrie die Lebensräume der Insekten so massiv bedroht, welche Auswege möglich sind und viele weitere spannende Aspekte erklärt der Insektenatlas (klick Link).

Artikel im Deutschlandfunk: Das Insektensterben ist global

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Brieftaube DV 02264 10 282 befindet sich am Deister

Ich berichtete vor ein paar Tagen von unserer zugeflogenen und zutraulichen Taube „Curly“. So nennen wir sie mittlerweile. „Curly“ möchte gerne in unser Haus und schaffte es auch einmal bis ins Wohnzimmer, wo sie zur Begrüßung ihr Geschäft hinterließ. Unseren Nachbarn stattete sie ebenfalls einen Besuch im Wohnzimmer ab. Heute ließ sie sich von unserem Rasensprenkler duschen. Wir versorgen sie mit Wasser und mit etwas Vogelfutter und Sonnenblumenkernen. Unser Acker bietet zur Zeit genügend frische Saat. Es wäre aber schon toll, wenn die unverletzte „Curly“ bald den Heimflug zu ihrem Heimatschlag antreten würde. Sie trägt einen Verbandsring mit der Nummer DV 02264 10 282. Wir möchten sie nicht einfangen oder vergrämen. Daher hoffe ich auf einen freiwilligen Heimflug.

 

Illegale Vogeljagd

Greifvögel und Eulen stark betroffen!

Nicht nur im Mittelmeerraum und Nordafrika ist die Vogeltötung ein Problem. Auch in Deutschland werden viele Vogelarten – zum Teil systematisch – verfolgt. Besorgniserregend sind die bis zu 12.000 getöteten Greifvögel und Eulen jedes Jahr. Artikel vom 24. Oktober 2017 Nabu Bundesverband (klick). 

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Konzert der Frühlingsflöter

Die Vogeluhr verrät, welche Vögel zu welcher Zeit zu hören sind.

3.00 Uhr Gartenrotschwand
3.10 Uhr Rotkehlchen
3.15 Uhr Amsel
3.20 Uhr Zaunkönig
3.30 Uhr Kuckuck
3.40 Uhr Kohlmeise
3.50 Uhr Zilpzalp
4.00 Uhr Buchfink
4.20 Uhr Haussperling
4.40 Uhr Star

 

Alt- und Totholz steckt voller Leben

Totholz steht am Ende und am Anfang eines Waldlebens. Stirbt ein Baum, so zieht neues Leben in ihn ein. Über die Totholzskulpturen in unseren Wäldern freuen sich zahlreiche Käferarten, Baumpilzarten, Flechten, Mose, Farne, Spinnen, Asseln, Schnecken sowie zahlreiche Lurche, Vögel und andere Säugetierarten.

In den Totholzmassen naturbelassener Wälder sind große Nährstoffmengen gebunden, die durch die Zersetzertätigkeit unterschiedlichster Totholzbewohner und Pilze in den Waldboden zurückfließen. Ein Mangel an Totholz bedeutet Lebensraum- und Nahrungsverlust zahlreicher Totholzbesiedler und letztendlich auch eine Verarmung des Waldbodens.

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Flugakrobat

Rauchschwalben erreichen eine Höchstgeschwindigkeit bis zu  80 km/h.  Wenn die Bedingungen stimmen, können die heimischen Zugvögel 12 bis 16 Jahre alt werden. Ihre Nester bauen sie im Inneren von Ställen, Scheunen oder anderen Gebäuden an Balken, Wänden oder Mauervorsprüngen. Ihren Namen verdanken die kleinen Flugakrobaten ihrer früheren Angewohnheit, dass sie an offenen Kaminen oder Rauchfängen brüteten.

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Steppenadler

Der Steppenadler ist in Europa von Rumänien und der Ukraine bis zum Kaspischen Meer verbreitet. Seine Überwinterungsgebiete liegen in Indien. Er bewohnt baumlose Steppen und offene Ebenen mit Gebüsch. Er hält sich oft am Boden auf, wo er auch seinen umfangreichen Horst auf kleinen Hügeln anlegt. Das Gelege besteht aus 1 – 3 Eiern. Als Nahrung erbeutet er hauptsächlich Kleinsäuger, Eidechsen und Schlangen.

Steppenadler im Falkenhof Springe

Steppenadler im Falkenhof Springe

Wundernetz der Vogelbeine

Enten können stundenlang barfuß auf dem Eis herumwatscheln, ohne festzufrieren. Das Geheimnis ist die besondere Struktur der Blutgefäße in den Beinen, die wie ein Wärmeaustauscher funktioniert: Venen und Arterien liegen sehr dicht aneinander, so dass das absteigende Blut abgekühlt und das aufsteigende wieder aufgewärmt wird.

Der Vorteil: Das Blut in den Füßen ist relativ kalt und das Eis schmilzt den Vögeln nicht unter den Füßen weg. Bevor das Blut wieder zurück in den Körper fließt, wird es schön vorgewärmt.

Das Foto ist von mir, der Link zum interessanten Expertenartikel vom NABU:

Warum Enten auf dem Eis nicht festfrieren https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogelkunde/gut-zu-wissen/10443.html

 

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