Deister Hiking Trails

Buntes aus dem Deisterland

Deister Hiking Trails

Schlaue Vogelwelt

Vogelhirne sind zwar klein, aber sehr leistungsfähig. Manche Arten sind sogar bessere Problemlöser als Primaten und Kleinkinder. Artikel National Geographik (klick Link).

Zu dem interessanten Artikel zeige ich ein paar Fotos aus meiner Sammlung.

Elster (Pica Pica)

Elstern sind außergewöhnlich intelligent und können sich sogar im Spiegel selbst erkennen. Im Volksmund sagt man ihr nicht nur nach, Glitzerndes zu stehlen, sondern auch, dass sie die Nester von Kleinvögeln ausplündern. Die Urteile über ihr „diebisches“ Tun sind in mehreren Untersuchungen (Kot-, Magen- und Speiballenanalysen) widerlegt worden. Elstern halten sich gerne an Orten auf, wo auch Amseln, Buchfinken, Meisen, Nachtigallen, Spatzen oder Zaunkönige zahlreich unterwegs sind. Der Ernährungsplan besteht aus Samen, Früchten, Insekten, Larven, Regenwürmern, Aas und den zahlreichen Köstlichkeiten in Haushaltsabfällen. Kleinvogelküken- oder Eierreste lagen bei allen Untersuchungen bei etwa drei Prozent.

Die cleveren Flieger bewegen sich geschickt und quetschen sich gerne in sehr kleine Vogelfutterhäuschen. Frech und „selbstbewusst“ trauen sie sich auch an Hunde heran und picken an der Rute, wenn es um einen Anteil an der täglichen Hundefutterration geht. Ihre Lautrepertoire reichen von dem bekannten „Schackern“ oder „Schäckern“ bis hin zu einem wunderschönen leisen rhythmischen Plaudergesang mit weichen Triller- und Pfeiftönen.

Hier eine aktuelle Aufnahme von unserem Dauergast „Edgar“  ❤

©deisterland.wp.com

Pferd – Wildschwein – Mensch

Pferde und Wildschweine kann man wirklich sehr leicht verwechseln…

Artikel Zeit-Online: Jäger erschießt versehentlich Pferd auf Koppel – Ein Jäger hat auf einer Weide im Hochtaunuskreis versehentlich ein Pferd erschossen. Er habe angegeben, das zwölfjährige Quarterhorse mit einem Wildschwein verwechselt zu haben, sagte ein Polizeisprecher in Wiesbaden am Dienstag.

Fotos ©deisterland.wp.com

 

Obelix‘ Lieblingsschweine

verursachen weltweit jährlich so viele CO2-Emissionen wie rund 1,1 Millionen Autos, behauptet ein internationales For­sche­r:in­nen­team. (Artikel „Schweine als Klimasäue“, TAZ, klick Link)

… hoffentlich werden jetzt nicht die 400.000 deutschen Jäger*innen zu Klimaschütz*innen 😉 .

Fotos ©deisterland.wp.com

Göttinger Riesenwels erstickt an Schildkröte

Das (einheimische?) Reptil hatte sich in den Kiemen des Welses verbissen und verhakt. Am Ende bezahlten es beide mit dem Leben. 😦 . Artikel Spiegel

Eine Nummer kleiner wäre vielleicht bekömmlicher gewesen.

Das Exemplar war es nicht, denn es lebt auf Malle 🙂 . Foto by Deisterland,wp.com

 

 

Fischotter (Lutra lutra)

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Der Fischotter ist in freier Wildbahn recht selten zu sehen.  Die flinken Schwimmtaucher wurden in der Vergangenheit wegen ihres wertvollen Fells und als Konkurrent der Fischereiwirtschaft stark bejagt. Dank vielfältiger lebensraumverbessernder Maßnahmen breitet sich der streng geschützte Fischotter in Niedersachsen langsam wieder aus.

Fischotter im Wisentgehege Springe

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Gefährdet die Windkraft bestimmte Vogelarten?

Windenergie und Vögel: „Die Opferzahlen sind viel höher als gedacht“

Für die Befürworter der Energiewende ist es eine unbequeme Tatsache: Windkraft fordert immer mehr Opfer unter Vögeln, Fledermäusen und Insekten. (Geo-Artikel klick Link)
Foto © by deisterland.wp.com

Besuch in der Küche

Zum Glück ist unser Killerkater auf Wanderschaft. Gestern Abend fing unser sportlicher Kater sich vor  meinen staunenenden Augen im Beisein meines Nachbarn einen Wiesel. Zwei Zäune, lautes Rufen und Klatschen hielten ihn nicht von der Jagd ab. Er schleppte seine quietschende Beute mit professionellen Sprüngen über die Zäune in sein Versteck am Bahndamm. Zum Glück nicht auf unsere Fußmatte auf der Terrasse oder auf dem Balkon! Ich habe so eine Jagd (okay, Mäusejagd und leider auch Vogeljagd schon) noch nie zuvor beobachtet und war völlig entsetzt. Als er gestern Abend nochmal bei uns vorbei schaute, stank er wie ein Iltis! Sobald er durch unsere Gärten schleicht, startet der Vogelalarm – angeführt von einer laut tösenden Amtsdrossel, die eine zerfledderte punkige Amsel ist.

Maikäfer auf unserer Wiese

„Es gibt keine Maikäfer mehr“, sang Reinhard Mey einst. Tatsächlich schienen die beliebten Krabbler wegen Verfolgung und Vergiftung fast ausgestorben. Doch in den letzten Jahren haben sich Feld- und Waldmaikäfer wieder erholt. Artikel Nabu: „Die Maikäfer sind wieder da“

Fotos ©deisterland.wp.com

Waschbär beendet Glockengeläut

Im Löwenhagener (Landkreis Göttingen) Kirchenturm wohnt ein Waschbär und spielt Streiche. Das possierliche Tier habe mehrfach den Hebel des Stromschalters der Glockenanlage umgelegt und so das Geläut der Glocken verhindert. Artikel NDR: Zu laut? Waschbär schaltet Kirchenglocken ab

Noch ein interessanter Artikel im Tagesspiegel: Coronastille, Coronaleere: Die Natur erobert die menschenleeren Städte

Foto ©deisterland.wordpress.com 🙂

Waschbär im Wisentgehege Springe

Vogelschwund – Warum sterben Vögel?

Foto ©deisterland.wp.com

Das Hauptproblem beim Rückgang der Vogelbestände sei nicht der Klimawandel, sondern die Zerstörung natürlicher Lebensräume und das Insektensterben. (Neue Studie Oslo (dpa)) 

Was tun?

  1. Wir brauchen dringend eine kluge und naturverträgliche (EU)Agrarpolitik.
  2. Vögel müssen Brutplätze und genügend proteinreiche Nahrung finden, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Dafür benötigen Vögel und Insekten mehr wild wachsende Wiesen, Weiden, Hecken usw..
  3. Verringerung von großindustriellen Ackerlandflächen mit Monokulturen.
  4. Verringerung / Vermeidung Einsatz von Medikamenten, Pestiziden und Düngemitteln.
  5. Einladung an Bienen, Falter, Vögel und andere Arten auf verwilderte Grundstücksflächen: Langweilige grüne Grundstücksrasenflächen oder hässlichgruselige Steingärten gegen eine wilde Wiese voller verschiedenster Blumen, Gräser und Kräuter sowie insektenfreundlichen Bäumen und Sträuchern eintauschen.

Foto ©deisterland.wp.com

Jagd auf Rodewalder Wolfsrüde GW717m verschlingt 1,25 Mio. Euro

Update 18.02.2020: In der Antwort auf eine Anfrage der Grünen Fraktion „War ein „südeuropäischer Trapper“ (Welt vom 15.12.2019) der Dienstleister für den erfolglo-sen Fang des Rodewalder Wolfes? – Welche Schäden an wehrhaften Rindern hat der Rüde tatsächlich verursacht?“ beziffert das Land den Aufwand zur Jagd auf den Rodewalder Wolfsrüden mit „überschlägig 1,25 Mio. Euro“. Das Umweltministerium bestätigt erstmals auch den Einsatz eines international tätigen Fallenstellers (Kosten für Trapper etwa 50.000 Euro). Der letzte nachgewiesene Riss von GW717m ist über 6 Monate alt und kostete 544 Euro.

Kleine Anfrage und Antwort zu 4 (Seite 5 im PDF): Welchen finanziellen Schaden hat der Rodewalder Rüde seit November 2018 nachweislich an zum Selbstschutz befähigten Rindern verursacht?
Durch die Regelungen der Richtlinie Wolf entsteht für Tierarten wie Pferde und Rinder auch bei Mischbeweidung eine Sonderkulisse zur Herdenschutzförderung, wenn innerhalb eines Jahres und 30 km Radius drei entsprechende Tiere durch Wolfsangriffe getötet wurden. Durch das Jagdverhal-ten von GW717m ist dies sowohl bei Rindern als auch bei Pferden der Fall. Der durch GW717m absehbar verursachte Schaden für die Steuerzahlerin/den Steuerzahler liegt derzeit bereits bei überschlägig 1,25 Mio. Euro. Als Folge des Rissverhaltens des Wolfes wurden bisher im Territori-um Anträge für wolfsabweisende Zäune in Höhe von ca. 465.000 Euro für Rinder sowie ca. 781.000 Euro für Pferde gestellt, die voraussichtlich aus Landesmitteln erstattet werden. Daneben ist seit November 2018 durch den Rodewalder Rüden ein direkter Schaden in Höhe von 544,- Euro an Rindern entstanden

Link kleine Anfrage mit Antwort Bündnis90/Grüne Niedersachsen (klick Link)

Link zur Pressemitteilung Bündnis90/Grüne Niedersachsen:

Umweltminister hat sich bei Wolfsjagd verrannt (klick Link)


Mein Beitrag vom 7. August 2019:

Transparenz beim Umgang mit Steuergeldern: Was kostet die Jagd auf den Rodewalder Wolfsrüden GW717m?

Das Geld hätte unsere Landesregierung wirklich sinnvoller investieren können, z. B. für Ausgleichs-, Förder- und Unterstützungszahlungen an die Tierhalter und im Wolfsschutzmanagement.

Seit Januar 2019 steht der Rodewalder Elternrüde (das Elternpaar hat aktuell 7 neue Welpen) auf der Abschussliste. Das ganze Spektakel  kostete den Steuerzahler bislang 83.939,38 Euro (Stichtag 25.07.2019). Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 18/4283 – 2 PDF-Seiten) der Grünen hervor. Der mit der Wolfsentnahme betraute „Dienstleister“ stellte demnach für seine Dienste 48.201,64 Euro in Rechnung, für “anteilige Personalkosten” der Landesverwaltung kommen noch einmal 31.628,76 Euro hinzu. Weitere kleinere Posten in der Gesamtrechnung sind der Einsatz von Ordnungskräften in Höhe von 2.978,48 Euro und Kosten für GPS-Satellitenhalsbänder in Höhe von 1.130,50 Euro.

!!! Auszug aus der Drucksache zum Schaden, die der Wolf angerichtet hat:

>> 3. Wie hoch sind die Ausgleichszahlungen für GW717m zugeordnete Risse, bei denen ein nach Auffassung des Landes ausreichender Wolfsschutz gegeben war?

In den Fällen (NTS 678, NTS 811 und NTS 852), die die Grundlage für die Entnahme waren, ist ein Schaden von 2.458,60 Euro entstanden.
Zudem kam es zu einem Übergriff von GW717m auf Schafe, bei denen ein empfohlener Grundschutz von 1,20 m E-Netzen überwunden wurde. Hierbei ist ein Schaden von 429,10 Euro entstanden. <<

Foto Wolf im Wisentgehege Springe @ deisterland.wp.com

Isegrim geht es an den Kragen

© deisterland.wp.com

Der Bundesrat hat am Freitagvormittag mit  einer Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beschlossen (PDF), dass Wölfe künftig nach Angriffen auf Nutztiere leichter abgeschossen werden können.

Hoffentlich ist der Beschluss nicht ein Türöffner für weitere Abschussgenehmigungen – der Schrei nach Wolfsfreien Zonen wird immer lauter.

 

Das „Rotkäppchen-Syndrom“

Kaum ein anderes Tier polarisiert so stark wie der Wolf. Der große Beutegreifer war rund eineinhalb Jahrhunderte in Deutschland  ausgerottet und ist nun aus eigener Kraft wieder zurückgekehrt. Die Rückkehr der Prädatoren stellt die Menschen vor neue Herausforderungen und es wird nicht nur verbal aufgerüstet. Landwirte fürchten um ihre Nutztiere, Eltern wollen ihre Kinder nicht mehr im Wald spielen lassen. Was aber ist dran am Mythos „böser Wolf“?

Scinnexx-Dossier: Wie die Rückkehr des Rudeltiers die Geister spaltet

Inhalte:

  1. Rückkehr eines Vertriebenen
    Der Wolf wurde in Europa einst fast ausgerottet
  2. Neue Gefahren
    Was bedeutet die Wieder-Ausbreitung für Wolf und Mensch?
  3. Konfliktpotenzial Nutztiere
    Wie gefährlich ist der Wolf für Schaf, Rind und Co?
  4. Prävention
    Wie funktioniert guter Herdenschutz?

Älteres Foto aus meiner Sammlung 🙂

Foto © deisterland.wp.com

Mufflonherde im Deister

Auf meinen ScanDisks sind zahlreiche bisher noch nicht gezeigte Fotos. Die Mufflonherde fotografierte ich Mitte August 2019.

Seit vielen Jahren suche ich immer wieder meine Lieblingsorte im Kleinen und Großen Deister auf. Still warteten A. und ich an diesem herrlichen Sommerabend im Versteck. Nach etwa einer halben Stunde betrat eine kleine Mufflonherde die Waldlichtung. Ein absoluter Glückstag, denn Mufflons sind extrem scheu. Leider war die Herde etwas zu weit weg. Egal, Aufnahme wird trotzdem zur Ansicht veröffentlicht 🙂

Mein Beitrag zum Salzleckstein: Auch Wildtiere brauchen Salz, vor allem die Pflanzenfresser. Jäger oder Förster stellen im Wald Salzlecken auf, an denen die Wildtiere ihren Natriumbedarf stillen können.

Leitrüde GW717m

Update: 150.000 Euro könnte die bisher erfolglose Jagd auf den Rodewalder Wolf verschlingen –  und das nur für einen einzigen Posten. – Artikel NDR (klick)

Deister Hiking Trails

Transparenz beim Umgang mit Steuergeldern: Was kostet die Jagd auf den Rodewalder Wolfsrüden GW717m?

Das Geld hätte unsere Landesregierung wirklich sinnvoller investieren können, z. B. für Ausgleichs-, Förder- und Unterstützungszahlungen an die Tierhalter und im Wolfsschutzmanagement.

Seit Januar 2019 steht der Rodewalder Elternrüde (das Elternpaar hat aktuell 7 neue Welpen) auf der Abschussliste. Das ganze Spektakel  kostete den Steuerzahler bislang 83.939,38 Euro (Stichtag 25.07.2019). Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 18/4283 – 2 PDF-Seiten) der Grünen hervor. Der mit der Wolfsentnahme betraute „Dienstleister“ stellte demnach für seine Dienste 48.201,64 Euro in Rechnung, für “anteilige Personalkosten” der Landesverwaltung kommen noch einmal 31.628,76 Euro hinzu. Weitere kleinere Posten in der Gesamtrechnung sind der Einsatz von Ordnungskräften in Höhe von 2.978,48 Euro und Kosten für GPS-Satellitenhalsbänder in Höhe von 1.130,50 Euro.

!!! Auszug aus der Drucksache zum Schaden, die der Wolf angerichtet hat:

>> 3. Wie…

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Leitrüde GW717m

Transparenz beim Umgang mit Steuergeldern: Was kostet die Jagd auf den Rodewalder Wolfsrüden GW717m?

Das Geld hätte unsere Landesregierung wirklich sinnvoller investieren können, z. B. für Ausgleichs-, Förder- und Unterstützungszahlungen an die Tierhalter und im Wolfsschutzmanagement.

Seit Januar 2019 steht der Rodewalder Elternrüde (das Elternpaar hat aktuell 7 neue Welpen) auf der Abschussliste. Das ganze Spektakel  kostete den Steuerzahler bislang 83.939,38 Euro (Stichtag 25.07.2019). Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 18/4283 – 2 PDF-Seiten) der Grünen hervor. Der mit der Wolfsentnahme betraute „Dienstleister“ stellte demnach für seine Dienste 48.201,64 Euro in Rechnung, für “anteilige Personalkosten” der Landesverwaltung kommen noch einmal 31.628,76 Euro hinzu. Weitere kleinere Posten in der Gesamtrechnung sind der Einsatz von Ordnungskräften in Höhe von 2.978,48 Euro und Kosten für GPS-Satellitenhalsbänder in Höhe von 1.130,50 Euro.

!!! Auszug aus der Drucksache zum Schaden, die der Wolf angerichtet hat:

>> 3. Wie hoch sind die Ausgleichszahlungen für GW717m zugeordnete Risse, bei denen ein nach Auffassung des Landes ausreichender Wolfsschutz gegeben war?

In den Fällen (NTS 678, NTS 811 und NTS 852), die die Grundlage für die Entnahme waren, ist ein Schaden von 2.458,60 Euro entstanden.
Zudem kam es zu einem Übergriff von GW717m auf Schafe, bei denen ein empfohlener Grundschutz von 1,20 m E-Netzen überwunden wurde. Hierbei ist ein Schaden von 429,10 Euro entstanden. <<

Foto Wolf im Wisentgehege Springe @ deisterland.wp.com

Leben mit Bären, Luchsen und Wölfen

In Europa sind Bären, Luchse und Wölfe gesetzlich geschützt

  • Berner Konvention
  • CITES-Artenschutzübereinkommen
  • Europäische Fauna-Flora-Habitat-RL 92/43/EWG
  • Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung.

Die Rückkehr der großen Beutegreifer stellt die Menschen vor neue Herausforderungen und es wird nicht nur verbal aufgerüstet. Der „Problemwolf“ aus dem Rodewalder Rudel und die illegal getötete Wölfin aus dem Kreis Gifhorn erhitzen weiter die Gemüter.

Wie kann ein konfliktärmeres Zusammenleben mit den großen Beutegreifern funktionieren? Es muss (noch) mehr geförderte Bildungsinitiativen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie für betroffene Tierhalter und Anwohner geben, um die Toleranz  zu erhöhen. Ein interessantes Projekt setzt bereits bei den Jüngsten an:

Das EU-Projekt „EDU-Wildlife-Lernportal – Wolf, Bär und Luchs im Fokus“

Die Ergebnisse werden am 26. und 27. September 2019 in der evangelischen Akademie Loccum vorgestellt (klick Link). Thema: Die Rückkehr großer Wildtiere provoziert Konflikte im Naturschutz. Wie können diese in Konzepte einer nachhaltigen und transformativen Bildung eingebunden werden?

Solange der Mensch denkt, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken können.

Orang-Utans – Denker des Djungels

Gestern Abend schaute ich mir die TerraX-Dokumentation Kielings wilde Welt – Wildnis in Gefahr mit super Aufnahmen von Wildtieren und ihrem Lebensraum an. Die Sendung startete mit den schwersten Baumbewohnern der Welt – den Orang-Utans.  Seit 1985 verlor der Sumatra-Orang-Utan 60 % seines Lebensraums durch die Holz- und Palmölindustrie. Jedes Jahr wird durch Brandrodung in der Trockenzeit pro Stunde eine Fläche von rund 150 Fußballfeldern Regenwald vernichtet. Heute früh bin ich immer noch in Gedanken bei den Orang-Utans. Wer sind wir Menschen, dass wir glauben, alles ausrotten zu dürfen?

Die komplette Doku ist empfehlenswert. Andreas Kieling berichtet über

  • Mantarochen auf den Malediven,
  • Papageientaucher auf Island (bis zu 60 Fische passen in einen Schnabel!),
  • Affenbrotbäume und dem kleinsten Affen der Welt auf Madagaskar,
  • unseren Nationalpark Bayerischer Wald.

Wildnis in Gefahr: Orang-Utans in Indonesien | Andreas Kieling (10 Minuten)

Link zur kompletten Doku: TerraX Kielings wilde Welt – Wildnis in Gefahr

Wolf als Zaungast

Ein Wolf kam einem Weidezaun ganz nah und beobachtete, wie Hirten sich einige Lämmer aussuchten und sich an Ort und Stelle in Ruh der Ausweidung hingaben. Da sprach der Wolf zu sich selbst: >>Welch ein Lärm die Leute wohl verführten, wenn ich mich dessen unterfing!<<

Bericht NDR: Rodewalder Wolf entzieht sich den Jägern

Foto aus meiner Sammlung 🙂

Rodewalder Wolf zum Abschuss freigegeben

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat die Abschussgenehmigung für den Rodewalder Leitrüden erteilt. Eine Beschwerde des Freundeskreises freilebender Wölfe gegen die Tötung des Tieres wies das Gericht zurück. Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar.

Artikel in der NP  Gericht bestätigt: Rodewalder Wolf darf geschossen werden

Europäischer Wolf im Wisentgehege Springe

Europäischer Wolf im Wisentgehege Springe

Pinselohr im Winterfell

Der Luchs ist ein Einzelgänger und geht dem Menschen lieber aus dem Weg. In großen zusammenhängenden Waldgebieten wie im Harz, Bayerischer oder Pfälzer Wald wandert der Revierbewohner große Strecken umher. Aktuell leben 75 bis 80 streng geschützte Luchse in Deutschland.

Seine Beutetiere jagt der Waldgeist bevorzugt im dichten Wald. Neben dem hervorragenden Gehör ist auch die Sehfähigkeit extrem gut ausgeprägt. Eine Maus ortet er aus 70 m Entfernung noch zielsicher und auf 500 m entdeckt er ein Reh. In der Dunkelheit sind seine Augen sechsmal lichtempfindlicher als die eines Menschen. Seine kräftigen Hinterbeine ermöglichen ihm ein gutes Sprungvermögen, die ihn als Anschleichjäger auszeichnen. Aus kurzer Entfernung springt er seine Beute an, packt mit den sehr langen und scharfen Krallen der Vorderpranken zu und tötet es mit einem gezielten Kehlbiss. Die Nahrung besteht von Huftieren (Rotwild, Reh, Wildschwein), bei leichtem Zugang auch von Haustieren wie Schafe oder Ziegen. Für den kleinen Hunger zwischendurch stehen kleinere Beutetiere wie Fuchs, Hase, Kleinnager, Marder oder Hauskatze auf der Speisekarte.

Der Luchs wird auf der Roten Liste als stark gefährdet gelistet. Die häufigsten nachgewiesenen Todesursachen sind Verkehrsunfälle und Krankheiten wie die Fuchsräude. Laut einer Studie wurde jeder fünfte Luchs im Bayerischen Wald illegal getötet.

©deisterland.wordpress.com

 

Friedhof der „Kuschel“tiere

Ein Gärtner wurde vor ein paar Tagen auf einem Friedhof von einem Tier gebissen. Er behauptete, es sei ein Wolf gewesen. Drei weitere Wölfe hätten die Situation beobachtet. Heldenhaft befreite der Mann sich mit einem Hammer und vertrieb die Wölfe. Doch die an der Bisswunde, Kleidung und am Hammer sichergestellten und mittlerweile untersuchten Proben ergaben, dass es sich um DNA von Reh, Katze und Hund handelt – nicht aber von einem Wolf.

Artikel-Links: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Umweltministerium-Kein-Nachweis-fuer-Wolfs-Attacke,wolf3684.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wolfs-biss-von-steinfeld-dna-test-negativ-a-1241923.html

Foto © deisterland.wordpress.com

Die Wildkatze (Felis silvestris)

Toller Artikel in der Süddeutschen: Rückkehr der Waldgeister – Hänsel und Gretel fauchten und spuckten, als sie aus dem Wald gerettet wurden. (klick Link)

Die scheuen Wildkatzen fühlen sich auch bei uns im Deister wieder wohl. Wie viele Wildkatzen es mittlerweile gibt, ist noch unklar.

Foto Wildkatze ©deisterland.wp.com

 

Waschbären ziehen in die Städte

Die possierlichen Waschbären gehören zu den Kleinbären und sind nachtaktive allesfressende Räuber. Die anpassungsfähigen Tiere  kommen ursprünglich aus Amerika und sind für ihren hoch entwickelten Tastsinn bekannt. Sie halten sich am liebsten in wasserhaltigen Wäldern auf. Auch der Deister ist beliebtes Wohngebiet.

Die „Kuschelbärchen“ siedeln sich allerdings auch sehr gerne in städtischen Wohngebieten an. Dort gibt es reichlich Futterstellen.

Artikel in der HAZ: Waschbären erobern die Stadt (klick Link)

Foto von mir: wer schaut da so frech 🙂

WWF fordert einen besseren Schutz der Wildtiere

60 Prozent weniger Wildtiere – Artikel in der Zeit „Die Situation ist wirklich schlecht, und sie wird immer schlechter“, sagte WWF-Direktor Marco Lambertini. Er mahnte, Naturschutz bedeute nicht nur, beliebte Tiere wie Tiger, Pandas und Wale zu schützen. Für den Menschen könne es keine Zukunft geben, wenn die Erde ihrer biologischen Vielfalt beraubt werde.

Eine beängstigende Vorstellung, wenn es bald nur noch uns gibt.

Ein ❤ für die Eule mit dem Herzgesicht.  Die Schleiereule ist in Deutschland  vom Aussterben bedroht.

Schleiereule © deisterland.wordpress.com

Ameisenhaufen

Dieser Hügel im Wald wurde von Waldameisen gebaut. Die fleißigen Tierchen lieben die Wärme und bauen gerne an sonnigen Standorten. Je höher der Bau, desto mehr Fläche wird durch die Sonne erwärmt und schützt die Bewohner vor Kälte.Um innen zu heizen, nehmen die Tierchen vor dem hineingehen gerne ein Sonnenbad. Wenn es zu warm im Bau wird, öffnen sie einfach an mehreren Stellen den Bau und lüften ordentlich durch 🙂

Dohle „Corvus monedula“

Die etwa taubengroßen Dohlen bewohnen Parklandschaften, Städte, Ruinen, Schluchten und Wälder. Dort leben sie gesellig in größeren Gemeinschaften, in der eine Rangordnung „Rechte und Pflichten“ der Vögel regelt. So haben ranghöhere Dohlen nicht nur Vorteile, sondern auch Pflichten z. B. als Wächter.

Die hochsozialen Dohlen sind selten allein und vergesellschaften sich gerne mit Saatkrähen. Dohlenpaare bleiben meist ein Leben lang zusammen. Sie brüten am liebsten in Kolonien und suchen sich ihre Nistplätze in Bäumen, Kirchen, Ruinen, Höhlen, Felswänden oder Stahlkonstruktionen von Brücken. In der Brutzeit von April bis Juni legt das Weibchen etwa 3-6 Eier, die es 17-18 Tage bebrütet. Während der Brutzeit wird sie vom Männchen gefüttert. Die Küken werden dann von beiden gemeinsam versorgt.

Dohlen fliegen in Schwärmen zur Nahrungssuche. Speiseplan: Getreide, Fallobst, Würmer, Insekten, Eier, Abfall… Sie sind Nesträuber.

Da ihr schwarzes Gefieder mit der grauen Kapuze der Kleidung von Dorfpriestern ähnelte, erhielt die Dohle den Beinamen „monedula“ – Mönchlein.

Das „Mönchlein“

Amselmann „Rudi“

In unserem Garten fanden in dieser Woche umfangreiche Arbeiten statt. Die Terrasse wurde erneuert und die vermooste und unkrautverseuchte Rasenfläche komplett abgetragen und neu angelegt. Heute war der letzte Arbeitstag und die Rasensaat wurde ausgestreut. Zum Abschluss bekam unser Acker noch eine Igelmassage 🙂

Igelmassage – Lasst den Assoziationen freien Lauf :-).

Seit Montag begleitet uns der zahme Amselmann „Rudi“. Für ihn sind die Gartenarbeiten ein wahrer Festschmaus. Das hübsche Kerlchen nahm nach den umfangreichen Umgrabearbeiten jeden Regenwurm – sogar aus der Hand – dankend an.  Hoffentlich lässt „Rudi“ noch was von der Rasensaat übrig  🙂

Amselmann „Rudi“

Jetzt ist abwarten angesagt. Der Rasen muss wachsen, danach schauen wir weiter. So ein paar nette Büsche und Bäumchen sollen wieder angesiedelt werden. Freue mich über pflegeleichte Empfehlungen 🙂 Der Standort mit wunderbarer Aussicht auf den Deister ist am Nachmittag sonnig.

 

Plattbauch

Der Plattbauch (Libellula depressa) gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae). Mit einer Körperlänge von 40 bis 48 Millimetern und einer Flügelspannweite von 70 bis 80 Millimetern sind diese Großlibellen mega schnell unterwegs und im Flug extrem schwer zu fotografieren. Jede Libelle muss auch mal eine Pause machen 🙂

Dänemark plant Grenzzaun

Dänemark will einen 70 Kilometer langen Zaun aufstellen, um Wildschweine fernzuhalten. Grund ist die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest.

„Ich finde das eine Sauerei!“, beschwert sich ein Wildschwein aus dem Deisterland. Die Rotte muss alle Urlaubspläne über Bord werfen. Zum Glück kam die Nachricht rechtzeitig. Sie wollten nicht für immer in Dänemark bleiben.

Artikel NDR „Dänemark: Schweinezaun soll kommen“ (klick)