Demo „Stop CETA & TTIP“ in Hamburg

17. September 2016 – In Hamburg haben Zehntausende Menschen (lt. Veranstalter 65.000) gegen die geplanten Freihandelsabkommen CETA & TTIP demonstriert. Bundesweit fanden zeitgleich 7 weitere Demonstrationen statt.

Demoteilnehmer:

Berlin: 70.000
Hamburg: 65.000
Frankfurt: 50.000
Köln: 55.000
Leipzig: 15.000
München: 25.000
Stuttgart: 40.000

Weitere Fotos von der Demo gibt es hier zu sehen: https://deisterland.wordpress.com/portfolio/grossdemo-stop-ceta-ttip-in-hamburg/

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17. September 2016 – Bundesweiter Demotag

Nicht in falscher Sicherheit wiegen – am 17. September CETA & TTIP kippen! Beide Abkommen sind Gefahr für Demokratie, Sozial- und Umweltstandards und öffentliche Daseinsvorsorge. Alle Infos unter www.ttip-demo.de

Im EU-Kanada Abkommen CETA ist bereits das enthalten, was wir bei TTIP befürchten; insbesondere ist die geplante Unterwerfung der Staaten unter eine private Schiedsgerichtsbarkeit jenseits des öffentlichen Rechts sowie Sonderklagerechte, die nur Konzerne offenstehen, zu kritisieren. Deswegen sagen KritikerInnen Nein zu CETA; sollte CETA in Kraft treten, ist es auch den über 41 000 US-Firmen mit kanadischen Tochterfirmen möglich, gegen europäische Staaten  zu klagen und damit jedwede Umwelt- und Sozialauflagen zu torpedieren. Das zeigt: CETA ist TTIP durch die Hintertür! Das Bündnis warnt davor, sich durch die TTIP-Abgesänge von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in falscher Sicherheit zu wiegen. Solange die EU die Verhandlungen mit den USA nicht offiziell für beendet erklärt hat, ist das Abkommen allenfalls totgesagt. Die Verhandlungen laufen weiter.

Auf zur Großdemo CETA & TTIP stoppen! Am 17. September zeitgleich in 7 Städten.
Bustickets gibt es hier: http://ttip-demo.de/anreise/

 

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Wanderung von El Portillo zum Risco Fortaleza

Wer sich erste Eindrücke vom grandiosen Wanderrevier der Cañadas auf Teneriffa verschaffen will, der wandert vom Besucherzentrum El Portillo zur Felsformation Fortaleza (2159 m). Die Strecke ist rund 12 km lang (hin und zurück) und führt im leichten Auf und Ab durch die sanfthügelige Lava- und Sandlandschaft am Nordrand der Cañadas entlang. Nur der Aufstieg zur Fortaleza-Hochebene ist anspruchsvoller. Es besteht die Möglichkeit, die Fortaleza-Felsformation zu umwandern. Dieser Weg ist allerdings etwas mühsamer.

 

 

 

„Transgenerationale Traumatisierung“ oder „Mehrgenerationale Psychotraumatologie“

Heute eine Artikelempfehlung: Frau Saskia Heckens zum Thema „Transgenerationale Traumatisierung“ oder „Mehrgenerationale Psychotraumatologie“:

Vererbte Wunden – Trauma im System

Die politische Situation in und um Europa herum bringt Themen wie Krieg, Flucht & Vertreibung und damit einhergehende sexuelle Übergriffe noch einmal zurück in unsere Aufmerksamkeit, wie nie zuvor in der deutschen Geschichte. Begriffe wie Kriegskinder, Nachkriegskinder und Kriegsenkel werden lauter und größer, geprägt durch die Bücher von Sabine Bohde und Luise Reddemann. Die Resonanz ist groß, wie ich in meiner Praxis und Gruppenarbeit erlebe. Die alten traumatischen Erfahrungen, inzwischen schon über 70 Jahre her, stecken noch in den Systemen der Familien, in den Menschen selbst und sind auf der Gefühlsebene noch lebhaft und präsent. Und sie sind noch lange nicht so verblasst, wie man dies nach so einem langen Zeitraum erwarten sollte. Heilt die Zeit wirklich alle Wunden oder ist es möglich, dass Traumatische Erfahrungen im System weiter vererbt werden?

In der Systemischen  Therapie  und Traumatherapie erleben wir, wie sehr diese Themen die Menschen berühren, durch alle  Altersschichten hindurch. Alte Menschen weinen plötzlich über Dinge, die inzwischen über 70 Jahre her sind. Eigentlich doch vorbei und trotzdem sind die damit verbundenen Gefühle, während sie darüber sprechen noch so präsent, als wären sie gestern geschehen. Ängste und Wut steigen in den Menschen auf und es sind  Sätze zu hören wie „Meine Eltern haben auch nichts bekommen, als sie aus dem Osten hierher ankamen, die Flüchtlinge jetzt bekommen alles hinterher geschmissen!“. Und auf der anderen Seite aber auch ein tief empfundenes Mitgefühl mit den Menschen, die heute aus ihrer Heimat fliehen müssen, die dem Entsetzen des Krieges direkt ins Auge sehen mussten und ihre Familienmitglieder verloren oder zurückgelassen haben.
Ebenso ist zu hören von dem Impuls helfen zu wollen, Unterstützung anzubieten, da zu sein.
Einige Menschen fühlen sich gelähmt, können nicht mitfühlen, können nicht helfen, sind erstarrt in ihren Gefühlen, handlungsunfähig, machtlos der Größe dieser Thematik gegenüber.

Was genau passiert aber in jedem Einzelnen dadurch, dass der Krieg heute wieder so präsent bei uns wird. Kann es wirklich sein, dass diese alten Erfahrungen noch so real von Menschen hier bei uns erlebt werden, die teilweise gar nicht mehr selbst am Kriegsgeschehen der Jahre 1939-1945  beteiligt waren, vielleicht sogar selbst ihre Eltern nicht.

Weiter –> Link zum Originalartikel: http://www.naturheilpraxis-heckens.de/artikel/vererbte-wunden-trauma-im-system