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Hutewald-Projekt „Gelbbach“ im Osterwald

Kommt uns doch mal im „Hutewald“ Saupark Springe besuchen. Wir sind eine Herde schottischer Hochlandrinder und leben das ganze Jahr über im 20 Hektar großen „Gelbbachtal“ im Osterwald zwischen Eldagsen und Coppenbrügge (L422). Hier soll eine artenreiche parkartike Wald- und Weidelandschaft mit Buchen, Eichen und Erlen entstehen.  Dafür mussten die Fichten weichen.  Viele Amphibienarten wie Frösche, Molche und Kröten sind seit Start des Projektes im Jahre 2015 heimisch geworden. Das Terrain wird auch gerne von einer Wildkatze aufgesucht. Im Mai 2019 bezogen etwa 30.000 Bienen eine Klotzbeute.

Durch den Osterwald führt der historische Bergmannsweg. Auf diesem alten Weg gelangten früher die Arbeiter zu den Bergwerken und Steinbrüchen und es wurden Material sowie Waren darauf transportiert.  Die gelben Bergmannsschilder führen über Dörpe und Salzburg auf schönen Naturpfaden bis in die Ortschaft Osterwald. Nebenbei werden Wanderer mit einer tollen Aussicht ins Weserbergland belohnt. In Osterwald angekommen kann ein Hüttenstollen besichtigt werden.

Anreise: Im Osterwald gibt es an der L422 zahlreiche Parkmöglichkeiten.  Wer auf dem Bergmannsweg eine Tageswanderung machen möchte, kann am Bahnhof Bad Münder mit der 25 km langen Wanderung starten und über Altenhagen, Brünnighausen, Dörpe, Abstecher zum „Hutewald“, Salzburg bis zum Bahnhof Osterwald (OT Salzhemmendorf, Landkreis Hameln-Pyrmont) wandern.

Einkehrmöglichkeiten: „Zur Holzmühle“ und „Sennhütte“. Erfrischungsmöglichkeit im Sommer: Freibad am Waldrand in Osterwald.

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Steinkohlebergwerk Feggendorfer Stolln im Deister

Die Förderung von Steinkohle im Feggendorfer Stolln wurde im Jahre 1947 nach 116 Jahren eingestellt. Seit 2003 wird die Bergbauanlage ehrenamtlich wieder hergerichtet und ist heute ein Lehr- und Besucherbergwerk. Die Besichtigung des Geländes und der Grube lohnt sich.   Ab April 2019 bis September bieten die ehrenamtlich Tätigen wieder Führungen für Besucher an. Wer eine spannende Grubenfahrt erleben möchte, benötigt robustes Schuhwerk und warme Kleidung. Besucher werden im Zechenhaus begrüßt und auf die Grubenfahrt vorbereitet.

Das Bergwerk liegt bei Feggendorf (nahe Lauenau, aus Richtung Hannover Autobahn A2/Ausfahrt Lauenau oder B 442). Durch den kleinen Ort auf der Deisterstraße ganz durchfahren bis hinauf auf den Waldparkplatz. Von dort aus geht es zu Fuß ca. 1 km auf dem alten Bremsbergweg bergan zum Feggendorfer Stolln. Weitere Infos: https://feggendorfer-stolln.de/

Der Waldparkplatz ist auch ein sehr guter Ausgangspunkt für Tageswanderungen.
Wandertipp: Feggendorf – Besucherbergwerk – Kreuzbuche – Heisterburg – Teufelsbrücke (Restaurant im Deister)
und zurück am Waldrand bis zum Waldparkplatz.

 

Taternplatz und Taternpfahl im Deister

Nachdem das alte Denkmal wegen Verrottung im Jahr 2016 weichen musste, steht seit Ende September 2018 der neue Taternpfahl auf dem früheren Grenzplatz unterhalb des Deister-Kammwegs. Nach alter Überlieferung diente der Taternpfahl als Grenze zwischen dem früheren Amte Wennigsen und der Stadt Springe. Die „Tatern“ (heutiger Sprachgebrauch Sinti und Roma) mussten, wenn sie von Wennigsen kamen, für drei Tage am Taternplatz bleiben, ehe sie nach Springe weiterreisen durften. Nach drei Tagen mussten sie die Stadt verlassen.

Empfehlung 1 Rundwanderweg „Hasenweg“: Der „Hasenweg“ ist eine ca. 8 km lange Wanderstrecke. Der abwechslungsreiche Weg ist sehr gut ausgeschildert. Startpunkt ist die „Sophienhöhe“ oder „Deisterhütte“ in Springe –> Taternpfahl (Kammweg). Vom Taternpfahl kann der Weg in Richtung Wöltjebuche – Annaturm über den Bielstein weiter gewandert werden. Vom Bielstein aus hat man bei klarer Sicht einen fantastischen Panoramablick nach Springe und dem Höhenzug des Sauparks. Nach der Einkehr im Annaturm geht es zurück über Köllnischfeld nach Springe.

Empfehlung 2: Start und Ziel Wanderparkplatz Waldkater Wennigsen – Wasserräder – Kammweg – Laube – Wöltjebuche – Bielstein – Taternpfahl – Argestorf. Streckenlänge ca. 12 km. Einkehr Annaturm.

Die Wege sind sehr gut ausgeschildert.

Ilsetal

Eine Erkenntnis ist heute in aller Munde:

>> Es ist gewiss, dass kein Mensch bloß für sich, sondern auch für andere und für die Nachkommenschaft leben muss. <<

Dieser Satz steht nicht in Agenden oder Resolutionen. Er ist mehr als 200 Jahre alt und stammt sinngemäß von Hans Dietrich von Zanthier (* 17. September 1717 in Görzig; † 30. November 1778 in Wernigerode)  – einem der Väter der Idee nachhaltiger Waldentwicklung und Begründer der ersten Forstakademie auf deutschem Boden in Ilsenburg/Harz.  Auf dem Heinrich-Heine-Wanderweg von Ilsenburg –> Ilsefälle –> Brocken kommen Wanderer am Zanthier-Platz mit Gedenkstein für den Oberforst- und Jägermeister vorbei.

Die Fotos stammen von der letzten Harz-Wanderung im September 2018 und zeigen die Ilsefälle.Das Rauschen der Ilsefälle war nach dem heißen und trockenen Sommer 2018 deutlich leiser und ich konnte an vielen Stellen locker von Felsen zu Felsen waten.

Links zu früheren Harz-Berichten Prinzessin „Ilse“ und Kloster Drübeck bei Wernigerode

 

Harzdrenalin

Wer nicht genug Stress im Leben hat und für eine Adrenalindusche gerne Geld ausgeben möchte, kann sich im Harz an der Rappbodetalsperre  an einem 1000 Meter langen Stahlseil einklinken lassen und über Wald und See mit einer Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h ans andere Ufer sausen.

Wem das zu langweilig ist: die mit 458 m weltweit längste Titan-Hängebrücke ihrer Art bietet Adrenalinjunkies  einen Seil-Sprung in die Tiefe an. Natürlich gibt es den Adrenalinkick nicht umsonst 🙂

Für Spaziergänger, Ausflügler oder Wandersleute wie mich gab es nur Harzdrenalin „minipur“ auf der Titanhängebrücke. Für mich reichte der Minikick, die Aussicht war bombastisch! Auch diesen Minikick gibt es nicht umsonst 🙂

Hier gibt es Infos  https://www.oberharzinfo.de/wandern-aktiv/harzdrenalin.html