Besuch in der Küche

Zum Glück ist unser Killerkater auf Wanderschaft. Gestern Abend fing unser sportlicher Kater sich vor  meinen staunenenden Augen im Beisein meines Nachbarn einen Wiesel. Zwei Zäune, lautes Rufen und Klatschen hielten ihn nicht von der Jagd ab. Er schleppte seine quietschende Beute mit professionellen Sprüngen über die Zäune in sein Versteck am Bahndamm. Zum Glück nicht auf unsere Fußmatte auf der Terrasse oder auf dem Balkon! Ich habe so eine Jagd (okay, Mäusejagd und leider auch Vogeljagd schon) noch nie zuvor beobachtet und war völlig entsetzt. Als er gestern Abend nochmal bei uns vorbei schaute, stank er wie ein Iltis! Sobald er durch unsere Gärten schleicht, startet der Vogelalarm – angeführt von einer laut tösenden Amtsdrossel, die eine zerfledderte punkige Amsel ist.

Maikäfer auf unserer Wiese

„Es gibt keine Maikäfer mehr“, sang Reinhard Mey einst. Tatsächlich schienen die beliebten Krabbler wegen Verfolgung und Vergiftung fast ausgestorben. Doch in den letzten Jahren haben sich Feld- und Waldmaikäfer wieder erholt. Artikel Nabu: „Die Maikäfer sind wieder da“

Fotos ©deisterland.wp.com

Waschbär beendet Glockengeläut

Im Löwenhagener (Landkreis Göttingen) Kirchenturm wohnt ein Waschbär und spielt Streiche. Das possierliche Tier habe mehrfach den Hebel des Stromschalters der Glockenanlage umgelegt und so das Geläut der Glocken verhindert. Artikel NDR: Zu laut? Waschbär schaltet Kirchenglocken ab

Noch ein interessanter Artikel im Tagesspiegel: Coronastille, Coronaleere: Die Natur erobert die menschenleeren Städte

Foto ©deisterland.wordpress.com 🙂

Waschbär im Wisentgehege Springe

Vogelschwund – Warum sterben Vögel?

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Das Hauptproblem beim Rückgang der Vogelbestände sei nicht der Klimawandel, sondern die Zerstörung natürlicher Lebensräume und das Insektensterben. (Neue Studie Oslo (dpa)) 

Was tun?

  1. Wir brauchen dringend eine kluge und naturverträgliche (EU)Agrarpolitik.
  2. Vögel müssen Brutplätze und genügend proteinreiche Nahrung finden, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Dafür benötigen Vögel und Insekten mehr wild wachsende Wiesen, Weiden, Hecken usw..
  3. Verringerung von großindustriellen Ackerlandflächen mit Monokulturen.
  4. Verringerung / Vermeidung Einsatz von Medikamenten, Pestiziden und Düngemitteln.
  5. Einladung an Bienen, Falter, Vögel und andere Arten auf verwilderte Grundstücksflächen: Langweilige grüne Grundstücksrasenflächen oder hässlichgruselige Steingärten gegen eine wilde Wiese voller verschiedenster Blumen, Gräser und Kräuter sowie insektenfreundlichen Bäumen und Sträuchern eintauschen.

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Das „Rotkäppchen-Syndrom“

Kaum ein anderes Tier polarisiert so stark wie der Wolf. Der große Beutegreifer war rund eineinhalb Jahrhunderte in Deutschland  ausgerottet und ist nun aus eigener Kraft wieder zurückgekehrt. Die Rückkehr der Prädatoren stellt die Menschen vor neue Herausforderungen und es wird nicht nur verbal aufgerüstet. Landwirte fürchten um ihre Nutztiere, Eltern wollen ihre Kinder nicht mehr im Wald spielen lassen. Was aber ist dran am Mythos „böser Wolf“?

Scinnexx-Dossier: Wie die Rückkehr des Rudeltiers die Geister spaltet

Inhalte:

  1. Rückkehr eines Vertriebenen
    Der Wolf wurde in Europa einst fast ausgerottet
  2. Neue Gefahren
    Was bedeutet die Wieder-Ausbreitung für Wolf und Mensch?
  3. Konfliktpotenzial Nutztiere
    Wie gefährlich ist der Wolf für Schaf, Rind und Co?
  4. Prävention
    Wie funktioniert guter Herdenschutz?

Älteres Foto aus meiner Sammlung 🙂

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Gifte als Auslöser des Artenschwundes

Kuhfladen und Pferdeäpfel sind Oasen der Artenvielfalt und für den Kreislauf von Werden und Vergehen ein interessantes und wichtiges Messinstrument. In einen gesunden Dunghaufen ziehen fix Dungkugelkäfer, Fliegen, Mücken, Milben, Regenwürmer, Tausendfüßler sowie Bakterien und Pilze ein. Die Bewohner auf und in den Dunghaufen zeigen an, wie intakt oder geschädigt ein Agrarsystem ist. Wenn auf den Weiden betonharte Kuhfladen liegen bleiben ist das nicht immer ein gutes Zeichen. Oft leidet die Artenvielfalt unter dem Einsatz von zu viel Medikamenten, Pestiziden und Düngemitteln.

Warum insbesondere die industrielle Agrarindustrie die Lebensräume der Insekten so massiv bedroht, welche Auswege möglich sind und viele weitere spannende Aspekte erklärt der Insektenatlas (klick Link).

Artikel im Deutschlandfunk: Das Insektensterben ist global

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Leitrüde GW717m

Update: 150.000 Euro könnte die bisher erfolglose Jagd auf den Rodewalder Wolf verschlingen –  und das nur für einen einzigen Posten. – Artikel NDR (klick)

Deister Hiking Trails

Transparenz beim Umgang mit Steuergeldern: Was kostet die Jagd auf den Rodewalder Wolfsrüden GW717m?

Das Geld hätte unsere Landesregierung wirklich sinnvoller investieren können, z. B. für Ausgleichs-, Förder- und Unterstützungszahlungen an die Tierhalter und im Wolfsschutzmanagement.

Seit Januar 2019 steht der Rodewalder Elternrüde (das Elternpaar hat aktuell 7 neue Welpen) auf der Abschussliste. Das ganze Spektakel  kostete den Steuerzahler bislang 83.939,38 Euro (Stichtag 25.07.2019). Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 18/4283 – 2 PDF-Seiten) der Grünen hervor. Der mit der Wolfsentnahme betraute „Dienstleister“ stellte demnach für seine Dienste 48.201,64 Euro in Rechnung, für “anteilige Personalkosten” der Landesverwaltung kommen noch einmal 31.628,76 Euro hinzu. Weitere kleinere Posten in der Gesamtrechnung sind der Einsatz von Ordnungskräften in Höhe von 2.978,48 Euro und Kosten für GPS-Satellitenhalsbänder in Höhe von 1.130,50 Euro.

!!! Auszug aus der Drucksache zum Schaden, die der Wolf angerichtet hat:

>> 3. Wie…

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Freitagstraum

Habe heute früh von Störchen, Reihern und fliegenden Autos geträumt. Die landeten alle auf einem Stoppelfeld neben einer Minipalmen-Wiese. Der Himmel war wunderschön blau und mit ein paar Schäfchenwolken verziert.

Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende! Und träumt etwas schönes 🙂

Die Natur streichelt die Seele

Viele Menschen wissen, dass ihnen ein Spaziergang während der Mittagspause oder nach dem Feierabend gut tut. Im Deister habe ich einen Lieblingsort, an dem ich mich gerne aufhalte. Meistens gehe ich abends dorthin. Es ist ein Hochsitz an einer versteckten Waldlichtung, in dem ich mich ein bis zwei Stunden aufhalte. Manchmal ist an und auf der Lichtung nur wenig los, aber es ist nie nichts los.

Mitte Juli. Ich bin an meinem Lieblingsort, endlich Ruhe! Es herrscht Windstille und ich höre dem Vogelkonzert zu. In mir kehrt Stille ein. Nach ungefähr einer viertel Stunde betritt eine große Wildschweinfamilie die saftig grüne und mit Sommerblumen übersäte Lichtung. Ein paar Frischlinge fangen kurz miteinander an zu toben und zu raufen. Ich könnte ihnen endlos zuschauen.

Die Abenddämmerung beginnt und es wird Zeit zu gehen. Leise packe ich meine Kamera in den Rucksack und klettere langsam den Hochsitz runter. Büsche verdecken meinen Abstieg und ich entferne mich auf leisen Sohlen von der Lichtung weg.

Auf dem festen Waldweg angelangt laufe ich zurück zum Parkplatz. Ich fühle mich gut und befreit.

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Hutewald-Projekt „Gelbbach“ im Osterwald

Kommt uns doch mal im „Hutewald“ Saupark Springe besuchen. Wir sind eine Herde schottischer Hochlandrinder und leben das ganze Jahr über im 20 Hektar großen „Gelbbachtal“ im Osterwald zwischen Eldagsen und Coppenbrügge (L422). Hier soll eine artenreiche parkartike Wald- und Weidelandschaft mit Buchen, Eichen und Erlen entstehen.  Dafür mussten die Fichten weichen.  Viele Amphibienarten wie Frösche, Molche und Kröten sind seit Start des Projektes im Jahre 2015 heimisch geworden. Das Terrain wird auch gerne von einer Wildkatze aufgesucht. Im Mai 2019 bezogen etwa 30.000 Bienen eine Klotzbeute.

Durch den Osterwald führt der historische Bergmannsweg. Auf diesem alten Weg gelangten früher die Arbeiter zu den Bergwerken und Steinbrüchen und es wurden Material sowie Waren darauf transportiert.  Die gelben Bergmannsschilder führen über Dörpe und Salzburg auf schönen Naturpfaden bis in die Ortschaft Osterwald. Nebenbei werden Wanderer mit einer tollen Aussicht ins Weserbergland belohnt. In Osterwald angekommen kann ein Hüttenstollen besichtigt werden.

Anreise: Im Osterwald gibt es an der L422 zahlreiche Parkmöglichkeiten.  Wer auf dem Bergmannsweg eine Tageswanderung machen möchte, kann am Bahnhof Bad Münder mit der 25 km langen Wanderung starten und über Altenhagen, Brünnighausen, Dörpe, Abstecher zum „Hutewald“, Salzburg bis zum Bahnhof Osterwald (OT Salzhemmendorf, Landkreis Hameln-Pyrmont) wandern.

Einkehrmöglichkeiten: „Zur Holzmühle“ und „Sennhütte“. Erfrischungsmöglichkeit im Sommer: Freibad am Waldrand in Osterwald.

Orang-Utans – Denker des Djungels

Gestern Abend schaute ich mir die TerraX-Dokumentation Kielings wilde Welt – Wildnis in Gefahr mit super Aufnahmen von Wildtieren und ihrem Lebensraum an. Die Sendung startete mit den schwersten Baumbewohnern der Welt – den Orang-Utans.  Seit 1985 verlor der Sumatra-Orang-Utan 60 % seines Lebensraums durch die Holz- und Palmölindustrie. Jedes Jahr wird durch Brandrodung in der Trockenzeit pro Stunde eine Fläche von rund 150 Fußballfeldern Regenwald vernichtet. Heute früh bin ich immer noch in Gedanken bei den Orang-Utans. Wer sind wir Menschen, dass wir glauben, alles ausrotten zu dürfen?

Die komplette Doku ist empfehlenswert. Andreas Kieling berichtet über

  • Mantarochen auf den Malediven,
  • Papageientaucher auf Island (bis zu 60 Fische passen in einen Schnabel!),
  • Affenbrotbäume und dem kleinsten Affen der Welt auf Madagaskar,
  • unseren Nationalpark Bayerischer Wald.

Wildnis in Gefahr: Orang-Utans in Indonesien | Andreas Kieling (10 Minuten)

Link zur kompletten Doku: TerraX Kielings wilde Welt – Wildnis in Gefahr

Wolf als Zaungast

Ein Wolf kam einem Weidezaun ganz nah und beobachtete, wie Hirten sich einige Lämmer aussuchten und sich an Ort und Stelle in Ruh der Ausweidung hingaben. Da sprach der Wolf zu sich selbst: >>Welch ein Lärm die Leute wohl verführten, wenn ich mich dessen unterfing!<<

Bericht NDR: Rodewalder Wolf entzieht sich den Jägern

Foto aus meiner Sammlung 🙂

Ab ins Fitnessstudio!

Übergewichtige Ratte aus Gullideckel gerettet

“Sie hatte recht viel Winterspeck und hing mit der Hüfte fest – da ging nichts mehr vor und nichts zurück.”

Video Rettungsaktion –> https://www.focus.de/panorama/grosse-rettungsaktion-ratte-steckt-in-gulli-fest-acht-feuerwehrleute-retten-sie-aus-der-misslichen-lage_id_10373115.html

 

Rodewalder Wolf zum Abschuss freigegeben

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat die Abschussgenehmigung für den Rodewalder Leitrüden erteilt. Eine Beschwerde des Freundeskreises freilebender Wölfe gegen die Tötung des Tieres wies das Gericht zurück. Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar.

Artikel in der NP  Gericht bestätigt: Rodewalder Wolf darf geschossen werden

Europäischer Wolf im Wisentgehege Springe

Europäischer Wolf im Wisentgehege Springe

Pinselohr im Winterfell

Der Luchs ist ein Einzelgänger und geht dem Menschen lieber aus dem Weg. In großen zusammenhängenden Waldgebieten wie im Harz, Bayerischer oder Pfälzer Wald wandert der Revierbewohner große Strecken umher. Aktuell leben 75 bis 80 streng geschützte Luchse in Deutschland.

Seine Beutetiere jagt der Waldgeist bevorzugt im dichten Wald. Neben dem hervorragenden Gehör ist auch die Sehfähigkeit extrem gut ausgeprägt. Eine Maus ortet er aus 70 m Entfernung noch zielsicher und auf 500 m entdeckt er ein Reh. In der Dunkelheit sind seine Augen sechsmal lichtempfindlicher als die eines Menschen. Seine kräftigen Hinterbeine ermöglichen ihm ein gutes Sprungvermögen, die ihn als Anschleichjäger auszeichnen. Aus kurzer Entfernung springt er seine Beute an, packt mit den sehr langen und scharfen Krallen der Vorderpranken zu und tötet es mit einem gezielten Kehlbiss. Die Nahrung besteht von Huftieren (Rotwild, Reh, Wildschwein), bei leichtem Zugang auch von Haustieren wie Schafe oder Ziegen. Für den kleinen Hunger zwischendurch stehen kleinere Beutetiere wie Fuchs, Hase, Kleinnager, Marder oder Hauskatze auf der Speisekarte.

Der Luchs wird auf der Roten Liste als stark gefährdet gelistet. Die häufigsten nachgewiesenen Todesursachen sind Verkehrsunfälle und Krankheiten wie die Fuchsräude. Laut einer Studie wurde jeder fünfte Luchs im Bayerischen Wald illegal getötet.

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Friedhof der „Kuschel“tiere

Ein Gärtner wurde vor ein paar Tagen auf einem Friedhof von einem Tier gebissen. Er behauptete, es sei ein Wolf gewesen. Drei weitere Wölfe hätten die Situation beobachtet. Heldenhaft befreite der Mann sich mit einem Hammer und vertrieb die Wölfe. Doch die an der Bisswunde, Kleidung und am Hammer sichergestellten und mittlerweile untersuchten Proben ergaben, dass es sich um DNA von Reh, Katze und Hund handelt – nicht aber von einem Wolf.

Artikel-Links: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Umweltministerium-Kein-Nachweis-fuer-Wolfs-Attacke,wolf3684.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wolfs-biss-von-steinfeld-dna-test-negativ-a-1241923.html

Foto © deisterland.wordpress.com

Die Wildkatze (Felis silvestris)

Toller Artikel in der Süddeutschen: Rückkehr der Waldgeister – Hänsel und Gretel fauchten und spuckten, als sie aus dem Wald gerettet wurden. (klick Link)

Die scheuen Wildkatzen fühlen sich auch bei uns im Deister wieder wohl. Wie viele Wildkatzen es mittlerweile gibt, ist noch unklar.

Foto Wildkatze ©deisterland.wp.com

 

Waschbären ziehen in die Städte

Die possierlichen Waschbären gehören zu den Kleinbären und sind nachtaktive allesfressende Räuber. Die anpassungsfähigen Tiere  kommen ursprünglich aus Amerika und sind für ihren hoch entwickelten Tastsinn bekannt. Sie halten sich am liebsten in wasserhaltigen Wäldern auf. Auch der Deister ist beliebtes Wohngebiet.

Die „Kuschelbärchen“ siedeln sich allerdings auch sehr gerne in städtischen Wohngebieten an. Dort gibt es reichlich Futterstellen.

Artikel in der HAZ: Waschbären erobern die Stadt (klick Link)

Foto von mir: wer schaut da so frech 🙂

WWF fordert einen besseren Schutz der Wildtiere

60 Prozent weniger Wildtiere – Artikel in der Zeit „Die Situation ist wirklich schlecht, und sie wird immer schlechter“, sagte WWF-Direktor Marco Lambertini. Er mahnte, Naturschutz bedeute nicht nur, beliebte Tiere wie Tiger, Pandas und Wale zu schützen. Für den Menschen könne es keine Zukunft geben, wenn die Erde ihrer biologischen Vielfalt beraubt werde.

Eine beängstigende Vorstellung, wenn es bald nur noch uns gibt.

Ein ❤ für die Eule mit dem Herzgesicht.  Die Schleiereule ist in Deutschland  vom Aussterben bedroht.

Schleiereule © deisterland.wordpress.com