Isegrim geht es an den Kragen

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Der Bundesrat hat am Freitagvormittag mit  einer Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beschlossen (PDF), dass Wölfe künftig nach Angriffen auf Nutztiere leichter abgeschossen werden können.

Hoffentlich ist der Beschluss nicht ein Türöffner für weitere Abschussgenehmigungen – der Schrei nach Wolfsfreien Zonen wird immer lauter.

 

Gifte als Auslöser des Artenschwundes

Kuhfladen und Pferdeäpfel sind Oasen der Artenvielfalt und für den Kreislauf von Werden und Vergehen ein interessantes und wichtiges Messinstrument. In einen gesunden Dunghaufen ziehen fix Dungkugelkäfer, Fliegen, Mücken, Milben, Regenwürmer, Tausendfüßler sowie Bakterien und Pilze ein. Die Bewohner auf und in den Dunghaufen zeigen an, wie intakt oder geschädigt ein Agrarsystem ist. Wenn auf den Weiden betonharte Kuhfladen liegen bleiben ist das nicht immer ein gutes Zeichen. Oft leidet die Artenvielfalt unter dem Einsatz von zu viel Medikamenten, Pestiziden und Düngemitteln.

Warum insbesondere die industrielle Agrarindustrie die Lebensräume der Insekten so massiv bedroht, welche Auswege möglich sind und viele weitere spannende Aspekte erklärt der Insektenatlas (klick Link).

Artikel im Deutschlandfunk: Das Insektensterben ist global

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Retten statt Schnacken!!!

Ich wünsche allen Besuchern und Leserinnen und Lesern meines Blogs ein frohes und nachdenkliches Weihnachtsfest!

Meine Botschaft lautet:

„Retten statt Schnacken!“.

Vor ein paar Tagen sah ich mir nochmals die Dokumentation über die „Sea-Watch 3“ an. Die Kapitänin Carola Rackete steuerte im Juni 2019 die „Sea-Watch 3“ mit Geflüchteten an Bord ohne Erlaubnis in den italienischen Hafen Lampedusa und sie wurde festgenommen. Das Rettungsschiff wurde beschlagnahmt.  Frau Rackete befand sich nicht lange in Gewahrsam und nach fast einem halben Jahr hob im Dezember ein Richter in Palermo die Beschlagnahmung des Schiffes auf. Seit Dezember 2019 fährt das Rettungsschiff unter deutscher Flagge.

Kurz vor Weihnachten forderte Robert Habeck (Bündnis 90 Grüne)

„Holt die Kinder da raus!“

Damit benannte er die minderjährigen Flüchtlinge aus den überfüllten griechischen Lagern und löste mit dieser Forderung eine längst überfällige und wichtige Debatte aus. Wie unsere Politiker und die Netzwelt mit der Forderung umgehen hat allerdings nichts mehr christlichen Werten zu tun. Die Diskussion ist einfach nur noch erbärmlich und  unmenschlich! Als dann auch noch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sich dafür einsetzte, dass unbegleitete minderjährige Flüchtlinge von den griechischen Inseln schneller in andere europäische Länder gebracht werden sollten, stiegen in mir Erinnerungen an eine Diskussion am SPD-Wahlstand in Hannover hoch. Frau Doris Schröder-Köpf (ehrenamtliche nds. Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe und liiert mit Herrn Pistorius) befand sich damals ebenfalls an dem SPD-Stand. Als kleine Gruppe gingen wir an den Stand und versuchten ein Gespräch über das Thema „Freihandel“ (TTIP, CETA, EPAs…), EU-Subventionspolitik, Waffenhandel und Fluchtursachen zu führen. Wir wurden von SPD-lern abgewimmelt, als Spinner betitelt und von Frau Schröder-Köpf bekamen wir die Antwort: „Das Thema ist uns bekannt, interessiert uns aber nicht und betrifft uns auch nicht als Landespolitik.“ Nicht nur dafür schaut die SPD nun auf desaströse Wahlergebnisse!

Ein Kommentar von Heribert Prantl: Weihnachten ist, wenn Flüchtlinge gerettet werden (klick Link)

„Urbi et Orbi“ – Papst rief in Weihnachtsbotschaft zu Schutz von Migranten auf. Franziskus warnt vor „Finsternis“ bei den wirtschaftlichen, geopolitischen und ökologischen Konflikten:

„Es ist die Ungerechtigkeit, die Flüchtlinge dazu zwingt, Wüsten und Meere, die zu Friedhöfen werden, zu überqueren. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie dazu zwingt, unsagbare Misshandlungen, Knechtschaft jeder Art und Folter in den unmenschlichen Auffanglagern zu ertragen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie abweist von Orten, wo sie eine Hoffnung auf ein würdiges Leben haben könnten und die sie auf Mauern der Gleichgültigkeit stoßen lässt.“

Frohe Weihnachten!!!

Friedenspreis für Sebastião Salgado

Als erster Fotograf empfing  Sebastião Salgado den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Ich habe eben im Fernsehen Wim Wenders Laudatio und die Dankesrede von Salgado „Meine Sprache ist das Licht“ gehört.  „Er schiesst nicht“ – sagt Wim Wenders. „Seine Bilder entwaffnen.“ Damit setzt er sich ein für Frieden und Gerechtigkeit. Link zu den BEEINDRUCKENDEN Reden: https://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/1244997/

„Ich grübelte, ich fürchtete, ich zweifelte, doch dieser Zweifel darf uns nicht die Hoffnung nehmen, dass etwas anderes möglich ist. Wir dürfen nicht verleugnen, was wir einander anzutun fähig sind, weil der Mensch immer des Menschen Wolf ist. Aber die Zukunft der Menschheit liegt in unseren eigenen Händen. Um eine andere Zukunft zu errichten, müssen wir die Gegenwart verstehen. Meine Fotos zeigen diese Gegenwart, und so schmerzhaft der Anblick ist, wir dürfen den Blick nicht abwenden.“

Leitrüde GW717m

Update: 150.000 Euro könnte die bisher erfolglose Jagd auf den Rodewalder Wolf verschlingen –  und das nur für einen einzigen Posten. – Artikel NDR (klick)

Deister Hiking Trails

Transparenz beim Umgang mit Steuergeldern: Was kostet die Jagd auf den Rodewalder Wolfsrüden GW717m?

Das Geld hätte unsere Landesregierung wirklich sinnvoller investieren können, z. B. für Ausgleichs-, Förder- und Unterstützungszahlungen an die Tierhalter und im Wolfsschutzmanagement.

Seit Januar 2019 steht der Rodewalder Elternrüde (das Elternpaar hat aktuell 7 neue Welpen) auf der Abschussliste. Das ganze Spektakel  kostete den Steuerzahler bislang 83.939,38 Euro (Stichtag 25.07.2019). Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 18/4283 – 2 PDF-Seiten) der Grünen hervor. Der mit der Wolfsentnahme betraute „Dienstleister“ stellte demnach für seine Dienste 48.201,64 Euro in Rechnung, für “anteilige Personalkosten” der Landesverwaltung kommen noch einmal 31.628,76 Euro hinzu. Weitere kleinere Posten in der Gesamtrechnung sind der Einsatz von Ordnungskräften in Höhe von 2.978,48 Euro und Kosten für GPS-Satellitenhalsbänder in Höhe von 1.130,50 Euro.

!!! Auszug aus der Drucksache zum Schaden, die der Wolf angerichtet hat:

>> 3. Wie…

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Die Lunge der Erde brennt!

In Brasilien, Paraguay und Bolivien brennen seit Wochen die Wälder.  Waldbrände treten vermehrt in der Trockenzeit auf. Auslöser sind aber vor allem illegale Abholzung und Brandrodung in der Region.

Quellen:
Artikel Zeit Online:  Brasiliens Regenwald brennt
Artikel TAZ:  Sonnenfinsternis durch Waldbrände

Der Wald kann ohne uns Menschen leben,
wir Menschen aber nicht ohne Wald.

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Leben mit Bären, Luchsen und Wölfen

In Europa sind Bären, Luchse und Wölfe gesetzlich geschützt

  • Berner Konvention
  • CITES-Artenschutzübereinkommen
  • Europäische Fauna-Flora-Habitat-RL 92/43/EWG
  • Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung.

Die Rückkehr der großen Beutegreifer stellt die Menschen vor neue Herausforderungen und es wird nicht nur verbal aufgerüstet. Der „Problemwolf“ aus dem Rodewalder Rudel und die illegal getötete Wölfin aus dem Kreis Gifhorn erhitzen weiter die Gemüter.

Wie kann ein konfliktärmeres Zusammenleben mit den großen Beutegreifern funktionieren? Es muss (noch) mehr geförderte Bildungsinitiativen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie für betroffene Tierhalter und Anwohner geben, um die Toleranz  zu erhöhen. Ein interessantes Projekt setzt bereits bei den Jüngsten an:

Das EU-Projekt „EDU-Wildlife-Lernportal – Wolf, Bär und Luchs im Fokus“

Die Ergebnisse werden am 26. und 27. September 2019 in der evangelischen Akademie Loccum vorgestellt (klick Link). Thema: Die Rückkehr großer Wildtiere provoziert Konflikte im Naturschutz. Wie können diese in Konzepte einer nachhaltigen und transformativen Bildung eingebunden werden?

Solange der Mensch denkt, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken können.

Flucht und Vertreibung

Millionen von Menschen sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR befinden sich weltweit mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten. Davon

Flüchtlinge: 25,9 Millionen (einschließlich 5,5 Millionen palästinensischer Flüchtlinge)

Asylbewerber: 3,5 Millionen

Binnenvertriebene: 41,3 Millionen

Die zehn größten Herkunftsländer der Flüchtlinge

Syrien – 6,7 Millionen
Afghanistan – 2,7 Millionen
Somalia – 950.000
Sudan – 725.000
Südsudan – 2,3 Millionen
Myanmar – 1,1 Millionen
Demokratische Republik Kongo – 720.000
Zentralafrikanische Republik –  591.000
Eritrea – 507.000
Burundi – 388.000

Die zehn größten Aufnahmeländer für Flüchtlinge

Türkei – 3,7 Millionen
Pakistan – 1,4 Millionen
Libanon – 950.000
Iran – 980.000
Bangladesch – 907.000
Äthiopien – 903.000
Jordanien –  715.000
Uganda – 1,17 Millionen
Sudan – 1,07 Millionen
Deutschland – 1,06 Millionen

Kommen alle in die EU? 91 Prozent aller Flüchtlinge leben nicht in der EU.

Alle Zahlen bis Ende 2018.

 

Wolf als Zaungast

Ein Wolf kam einem Weidezaun ganz nah und beobachtete, wie Hirten sich einige Lämmer aussuchten und sich an Ort und Stelle in Ruh der Ausweidung hingaben. Da sprach der Wolf zu sich selbst: >>Welch ein Lärm die Leute wohl verführten, wenn ich mich dessen unterfing!<<

Bericht NDR: Rodewalder Wolf entzieht sich den Jägern

Foto aus meiner Sammlung 🙂

Rodewalder Wolf zum Abschuss freigegeben

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat die Abschussgenehmigung für den Rodewalder Leitrüden erteilt. Eine Beschwerde des Freundeskreises freilebender Wölfe gegen die Tötung des Tieres wies das Gericht zurück. Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar.

Artikel in der NP  Gericht bestätigt: Rodewalder Wolf darf geschossen werden

Europäischer Wolf im Wisentgehege Springe

Europäischer Wolf im Wisentgehege Springe

Pinselohr im Winterfell

Der Luchs ist ein Einzelgänger und geht dem Menschen lieber aus dem Weg. In großen zusammenhängenden Waldgebieten wie im Harz, Bayerischer oder Pfälzer Wald wandert der Revierbewohner große Strecken umher. Aktuell leben 75 bis 80 streng geschützte Luchse in Deutschland.

Seine Beutetiere jagt der Waldgeist bevorzugt im dichten Wald. Neben dem hervorragenden Gehör ist auch die Sehfähigkeit extrem gut ausgeprägt. Eine Maus ortet er aus 70 m Entfernung noch zielsicher und auf 500 m entdeckt er ein Reh. In der Dunkelheit sind seine Augen sechsmal lichtempfindlicher als die eines Menschen. Seine kräftigen Hinterbeine ermöglichen ihm ein gutes Sprungvermögen, die ihn als Anschleichjäger auszeichnen. Aus kurzer Entfernung springt er seine Beute an, packt mit den sehr langen und scharfen Krallen der Vorderpranken zu und tötet es mit einem gezielten Kehlbiss. Die Nahrung besteht von Huftieren (Rotwild, Reh, Wildschwein), bei leichtem Zugang auch von Haustieren wie Schafe oder Ziegen. Für den kleinen Hunger zwischendurch stehen kleinere Beutetiere wie Fuchs, Hase, Kleinnager, Marder oder Hauskatze auf der Speisekarte.

Der Luchs wird auf der Roten Liste als stark gefährdet gelistet. Die häufigsten nachgewiesenen Todesursachen sind Verkehrsunfälle und Krankheiten wie die Fuchsräude. Laut einer Studie wurde jeder fünfte Luchs im Bayerischen Wald illegal getötet.

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Friedhof der „Kuschel“tiere

Ein Gärtner wurde vor ein paar Tagen auf einem Friedhof von einem Tier gebissen. Er behauptete, es sei ein Wolf gewesen. Drei weitere Wölfe hätten die Situation beobachtet. Heldenhaft befreite der Mann sich mit einem Hammer und vertrieb die Wölfe. Doch die an der Bisswunde, Kleidung und am Hammer sichergestellten und mittlerweile untersuchten Proben ergaben, dass es sich um DNA von Reh, Katze und Hund handelt – nicht aber von einem Wolf.

Artikel-Links: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Umweltministerium-Kein-Nachweis-fuer-Wolfs-Attacke,wolf3684.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wolfs-biss-von-steinfeld-dna-test-negativ-a-1241923.html

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WWF fordert einen besseren Schutz der Wildtiere

60 Prozent weniger Wildtiere – Artikel in der Zeit „Die Situation ist wirklich schlecht, und sie wird immer schlechter“, sagte WWF-Direktor Marco Lambertini. Er mahnte, Naturschutz bedeute nicht nur, beliebte Tiere wie Tiger, Pandas und Wale zu schützen. Für den Menschen könne es keine Zukunft geben, wenn die Erde ihrer biologischen Vielfalt beraubt werde.

Eine beängstigende Vorstellung, wenn es bald nur noch uns gibt.

Ein ❤ für die Eule mit dem Herzgesicht.  Die Schleiereule ist in Deutschland  vom Aussterben bedroht.

Schleiereule © deisterland.wordpress.com

Dänemark plant Grenzzaun

Dänemark will einen 70 Kilometer langen Zaun aufstellen, um Wildschweine fernzuhalten. Grund ist die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest.

„Ich finde das eine Sauerei!“, beschwert sich ein Wildschwein aus dem Deisterland. Die Rotte muss alle Urlaubspläne über Bord werfen. Zum Glück kam die Nachricht rechtzeitig. Sie wollten nicht für immer in Dänemark bleiben.

Artikel NDR „Dänemark: Schweinezaun soll kommen“ (klick)

Bevorzugen Wölfe männliche oder weibliche Touristen?

Niedersachsens Agrarministerin Otte-Kinast fordert: Wolf zum Abschuss freigeben

Der Streit um die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen verschärft sich. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) spricht sich für den Abschuss der Tiere aus – zum Schutz der Nutztierhalter und des Tourismus.

Seit wann ist der Tourismus gefährdet wenn es Wölfe gibt?

Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung über die unsinnige Forderung (klick)

Artikel Nabu: Herdenschutz statt Wolfsjagd – Flächendeckender Herdenschutz in Wolfsgebieten muss her (klick)

Artikel NDR: Wolf als Touristenschreck -Reisen Touristen weniger gern in Regionen, in denen Wölfe unterwegs sind? (klick)

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Rede von Hanni Lévy

Beeindruckende Rede von Hanni Lévy , Überlebende des Holocaust auf dem Bundesparteitag der Grünen.
„Früher hat man gesagt, die Juden sind an allem schuld, heute sind es die Flüchtlinge“, sagte die 93-Jährige, die sich in Berlin vor den Nazis versteckte.

Wir brauchen Vitamine für den Frieden

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Die deutschen Rüstungsexportregeln zählen zu den strengsten der Welt. Doch der größte deutsche Rüstungskonzern will sich von diesen Regeln unabhängig machen. Über Umwege exportiert die Rheinmetall AG Bomben und komplette Munitionsfabriken in Länder wie Ägypten oder Saudi-Arabien. Und die Politik lässt dies ungehindert zu. Link zur Story im Ersten: Bomben für die Welt (klick)

Illegale Vogeljagd

Greifvögel und Eulen stark betroffen!

Nicht nur im Mittelmeerraum und Nordafrika ist die Vogeltötung ein Problem. Auch in Deutschland werden viele Vogelarten – zum Teil systematisch – verfolgt. Besorgniserregend sind die bis zu 12.000 getöteten Greifvögel und Eulen jedes Jahr. Artikel vom 24. Oktober 2017 Nabu Bundesverband (klick). 

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Wie gnädig: Notfall-Ambulanz in Springe bleibt noch bis Ende 2018

Die Arbeit der Notfall-Ambulanz wurde vom Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen für ein Jahr bis Ende 2018 verlängert. Wie gnädig von den Verantwortlichen aus dem Planungsausschuss, KRH Region Hannover, der Regionsversammlung sowie unserer lokalen Politik.

Mein Beitrag dazu vom 17. Januar 2017: Steht die Notfall-Ambulanz in Springe am Deister vor dem Aus?

Artikel in der Neuen Presse vom 28. September 2017: Ambulanz bleibt noch ein Jahr offen – Der Krankenhaus-Planungsausschuss des Landes hat die Genehmigung für die Notfallambulanz im ehemaligen Springer Krankenhausgebäude um ein Jahr bis Ende 2018 verlängert

Empfehlenswerter Link zu einer Bündnisseite: Bündnis „Krankenhaus statt Fabrik“

Patientenversorgung vor Profit! Gesundheit ist keine Ware!

Demo im November 2014 in Springe gegen die Schließung des Krankenhauses

G20-Demo am 8. Juli 2017 in Hamburg

Global gerecht statt G20! Es geht auch friedlich, bunt und laut! 76.000 demonstrierten am 8. Juli 2017 in Hamburg für globale Gerechtigkeit und grenzenlose Solidarität.

Ich verabscheue jede Form von Gewalt! Es gab viele gute und gewaltfreie Aktionen, die es bedauerlicherweise nicht in die Tagesschau oder woanders hin geschafft haben, weil Randale, Vandalismus, Plünderungen und Körperverletzungen den G20-Protest überschatteten. G20 wird die Steuerzahler mindestens 130 Millionen Euro kosten – Betonung auf „mindestens“. Die G20-Abschlusserklärung sollte man einrahmen und in einem Museum für abstrakte Kunst mit dem Preisschild dazu ausstellen.

Hier ein paar Eindrücke aus Hamburg:

Das Märchen vom guten Wolf

Wie viel Nähe wollen wir zu dem Raubtier?

Wölfe sind mittlerweile in vielen Bundesländern gesichtet worden. Ihre Zahl nimmt Experten zufolge im Schnitt pro Jahr um 35 Prozent zu, inzwischen sollen knapp 600 Tiere in Deutschland leben. Gemäß Angaben des Bundesumweltministeriums wurden in den zwölf Monaten bis April 2016 nach neuesten Erkenntnissen 47 Wolfsrudel, 15 Wolfspaare und 4 sesshafte Einzelwölfe erfasst.

Verbreitungsgebiet von Wölfen

Empfehlenswerter Link zu einem taz-Artikel –>  Er kommt uns näher, immer näher

Nachtrag: In Niedersachsen wurde eine Initiative „Herdenschutz Niedersachsen“ gegründet, die Unterstützung bei der Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen anbietet. Weitere Infos: http://www.herdenschutz-niedersachsen.de/

Internationaler Frauentag in Hannover

99 Jahre Frauenwahlrecht am Internationalen Frauentag in Hannover

Am 8. März 2017 fanden in Hannover zahlreiche Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag statt. Der Frauentag spielt in der Geschichte der Frauenbewegung eine besondere Rolle und wird seit 1911 begangen. Die deutsche Frauenrechtlerin und Sozialistin Clara Zetkin brachte 1910 mit ihrer Mitstreiterin Käte Duncker auf der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz im August 1910 einen Antrag ein, der dahin zielte, einen Frauentag zu etablieren, um einmal im Jahr auf internationaler Ebene insbesondere das noch immer fehlende Frauenwahlrecht anzumahnen.

Quizfrage 1:

und 2. Frage:

Quizfrage 3: 2 Frauen / 100 Frauen oder 22 Frauen

und letzte Quizfrage:

Zum Abschluss meines Beitrags ein Spiegelartikel-Link zum frechsten und stärksten Mädchen der Welt:

Die Geschichten um das frechste und stärkste Mädchen der Welt – 1945 erschien „Pippi Langstrumpf“ erstmals als Buch. Eine Liebeserklärung an die sommersprossige Anarchistin.

Steht die Notfall-Ambulanz in Springe am Deister vor dem Aus?

Die Stadt Springe und die Führungsriege des Klinikums Region Hannover halten es nicht für notwendig, die Bürgerinnen und Bürger sowie die  ortsansässigen Ärzte ausführlich über die Notfall-Ambulanz zu informieren und sie zu bewerben. Im September 2015 wurde das Krankenhaus (Klinikum Region Hannover) in Springe mangels Profit (genannt KRH Medizinstrategie 2020) geschlossen. Dafür gibt es die  24-Stunden-Notfall-Ambulanz im alten Krankenhausgebäude mit sechs Betten. Diese Station ist für die Erstaufnahme und Untersuchung von Notfällen konzipiert. Die Genehmigung läuft noch bis Ende 2017. Die Ambulanz ist unter anderem mit einem CT-Gerät (Computertomograph), Sonografiegerät (Ultraschall) und EKG-Gerät ausgestattet. Außerdem werden hier Betten vorgehalten, die zur Verfügung stehen, falls Patienten der vorübergehenden stationären Überwachung bedürfen. Ein Gastroenterologe, ein Internist und weitere Ärzte mit Erfahrung in der Notfallversorgung plus Schwestern untersuchen und versorgen die PatientInnen. Wer vor Ort gar nicht verarztet werden kann, wird nach Gehrden oder in ein anderes KRH-Verbundkrankenhaus weitergeleitet. Einfache Beschwerden oder Verletzungen wie eine Platzwunde, Sportverletzung oder Schnittwunde können problemlos behandelt werden. Auch wer beim Sport beispielsweise mit dem Fuß umknickt oder sich den Knöchel bricht, wird geröntgt und versorgt.

Einer aktuellen Pressemitteilung des Klinikums Region Hannover vom 25. Januar 2017 ist u. a. folgendes zu entnehmen: „In dem Erhebungszeitraum November 2015 bis Oktober 2016 gab es insgesamt 3.635 Patientenkontakte in der KRH Notfallaufnahme Springe. Das entspricht durchschnittlich zehn Patientenkontakten pro Tag.“ Anscheinend hat die Stadt Springe und das KRH kein großes Interesse daran, die Ambulanz ordentlich zu bewerben. Dies kritisierte auch der Runde Tisch. Vom Klinikum sei zugesagt worden, die Ambulanz mit einem umfangreichen Marketing (Flyer, Zeitungsanzeigen, Öffentlichkeitsaktionen) bei der Bevölkerung zu bewerben. Aufgrund dessen befürchten zurecht die Springer Bürgerinnen und Bürger, dass die Regionsversammlung auch noch das Ende der Notfall-Ambulanz beschließen wird. Hier ist die Stadt, die Lokalpolitik und die Regionsversammlung für Lösungen verantwortlich, um den Erfolg der Ambulanz auf lange Sicht sicherzustellen.

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