Weidenbohrer am Katzberg im Deister-Süntel-Tal

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Der Weidenbohrer ist ein weit verbreiteter Schmetterling aus der Familie der Holzbohrer und hat als Raupe seinen Lebensmittelpunkt in Rindenspalten von geschwächten Weiden, Pappeln, Birken und gerne auch in Apfel- und Birnenbäumen.

Größe: 
Bis zu 10 cm lange kräftige Raupe mit rot schwarzem Nackenschild und gelblichen oder orangenen Seiten. An warmen Tagen ist die Raupe fix unterwegs. Wegen der Farbe berührten wir die Raupe lieber nicht. Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass sie sehr wehrhaft ist und beißen kann. Der harmlose Nachtfalter ist grau-bräunlich getarnt und erreicht eine Flügelspannweite von 65 – 80 mm.
Lebensraum:
Auen, feuchte Wälder, Waldränder, Gärten, Park
anlagen.
Entwicklung:
Da der Rüssel des Nachtfalters keine Nahrung aufnehmen kann, beträgt die Lebenserwartung maximal drei Monate. In der Zeit von Mai bis August legen die Weibchen ihre Eier ab. Die robusten und gefräßigen Raupen leben vorwiegend in den saftführenden Schichten zwischen Borke und Splint von Laubbäumen. Dort legen sie Kleinfingerdicke Fraßgänge an und entwickeln sich prächtig. Sie überwintern 2 – 4 mal.
Natürliche Feinde: Rabenvögel, Spechte, Schlupfwespen.

Ein neuer Blick auf alte Freunde

Heute eine Buchempfehlung. Peter Wohlleben zeigt uns in seinem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ auf, dass Bäume soziale und kämpferische Wesen sind und durch Menschenhand gefährdet sind. Was wissen wir überhaupt über diese Giganten und ihrem Lebensraum?

Der Förster Peter Wohlleben bringt Licht ins Dickicht der Wälder und gewährt überraschende Einblicke in ein geheimnisvolles Universum.

Eine Liebeserklärung an den Wald.

 

 

Alt- und Totholz steckt voller Leben

Totholz steht am Ende und am Anfang eines Waldlebens. Stirbt ein Baum, so zieht neues Leben in ihn ein. Über die Totholzskulpturen in unseren Wäldern freuen sich zahlreiche Käferarten, Baumpilzarten, Flechten, Mose, Farne, Spinnen, Asseln, Schnecken sowie zahlreiche Lurche, Vögel und andere Säugetierarten.

In den Totholzmassen naturbelassener Wälder sind große Nährstoffmengen gebunden, die durch die Zersetzertätigkeit unterschiedlichster Totholzbewohner und Pilze in den Waldboden zurückfließen. Ein Mangel an Totholz bedeutet Lebensraum- und Nahrungsverlust zahlreicher Totholzbesiedler und letztendlich auch eine Verarmung des Waldbodens.

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