Leben mit Bären, Luchsen und Wölfen

In Europa sind Bären, Luchse und Wölfe gesetzlich geschützt

  • Berner Konvention
  • CITES-Artenschutzübereinkommen
  • Europäische Fauna-Flora-Habitat-RL 92/43/EWG
  • Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung.

Die Rückkehr der großen Beutegreifer stellt die Menschen vor neue Herausforderungen und es wird nicht nur verbal aufgerüstet. Der „Problemwolf“ aus dem Rodewalder Rudel und die illegal getötete Wölfin aus dem Kreis Gifhorn erhitzen weiter die Gemüter.

Wie kann ein konfliktärmeres Zusammenleben mit den großen Beutegreifern funktionieren? Es muss (noch) mehr geförderte Bildungsinitiativen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie für betroffene Tierhalter und Anwohner geben, um die Toleranz  zu erhöhen. Ein interessantes Projekt setzt bereits bei den Jüngsten an:

Das EU-Projekt „EDU-Wildlife-Lernportal – Wolf, Bär und Luchs im Fokus“

Die Ergebnisse werden am 26. und 27. September 2019 in der evangelischen Akademie Loccum vorgestellt (klick Link). Thema: Die Rückkehr großer Wildtiere provoziert Konflikte im Naturschutz. Wie können diese in Konzepte einer nachhaltigen und transformativen Bildung eingebunden werden?

Solange der Mensch denkt, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken können.

Die Natur streichelt die Seele

Viele Menschen wissen, dass ihnen ein Spaziergang während der Mittagspause oder nach dem Feierabend gut tut. Im Deister habe ich einen Lieblingsort, an dem ich mich gerne aufhalte. Meistens gehe ich abends dorthin. Es ist ein Hochsitz an einer versteckten Waldlichtung, in dem ich mich ein bis zwei Stunden aufhalte. Manchmal ist an und auf der Lichtung nur wenig los, aber es ist nie nichts los.

Mitte Juli. Ich bin an meinem Lieblingsort, endlich Ruhe! Es herrscht Windstille und ich höre dem Vogelkonzert zu. In mir kehrt Stille ein. Nach ungefähr einer viertel Stunde betritt eine große Wildschweinfamilie die saftig grüne und mit Sommerblumen übersäte Lichtung. Ein paar Frischlinge fangen kurz miteinander an zu toben und zu raufen. Ich könnte ihnen endlos zuschauen.

Die Abenddämmerung beginnt und es wird Zeit zu gehen. Leise packe ich meine Kamera in den Rucksack und klettere langsam den Hochsitz runter. Büsche verdecken meinen Abstieg und ich entferne mich auf leisen Sohlen von der Lichtung weg.

Auf dem festen Waldweg angelangt laufe ich zurück zum Parkplatz. Ich fühle mich gut und befreit.

©deisterland.wp.com

Menschenjahre und Baumjahre

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland beträgt für Menschen ungefähr 29.200 Tage beziehungsweise 80 Jahre.

Der wahrscheinlich älteste Baum Deutschlands steht in der Gemeinde Schenklengsfeld in Hessen. Dort steht eine uralte Linde, die im Jahr 760 gepflanzt wurde und im Jahr 2020 ihren 1260sten Geburtstag feiert.

In der Deutschlandkarte „Die ältesten Bäume“ (PDF) könnt ihr nachschauen, ob in eurer Nähe ein Baumoldie steht.

Deisterwald