Kinderlose sollen mehr Euronen in die Pflege- und Rentenkassen einzahlen

Ich halte mich auf meinem Blog zu politischen Themen eher zurück. Aber:

Finanzämter wurden jahrelang von CumEx-Steuerräubern in Milliardenhöhe ausgeplündert und nun fordert Gesundheitsminister Jens Spahn höhere Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge für Kinderlose. Wir sollten für jede bescheuerte Spahn-Aussage eine Abgabe von ihm fordern.

Ich habe aus ganz triftigen Gründen kein(e) Kind(er). Auch ich bin wie viele andere Kinderlose traurig darüber und habe für mich einen Weg der Verarbeitung gefunden. Dafür engagiere ich mich seit 2006 ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit sowie im Kinderschutz. Ich war u. a. mehr als fünf Jahre als Kinder- und Jugendtrainerin aktiv. Für das nächste Jahr ist die Teilnahme an einer Weiterbildung für ein Waldpädagogikzertifikat geplant. Ich möchte mit der Weiterbildung einen weiteren wichtigen Beitrag leisten, und zwar dass Kinder und Jugendliche die Begeisterung für die Natur (wieder) entdecken. Aber auch um mein Wissen zu erweitern und vermitteln zu können, wie wichtig es ist, unsere Umwelt zu schützen und zu bewahren. Darüber hinaus ist mir auch wichtig, dass Kinder und Jugendliche vor allem Spaß haben und im >>Freiraum Natur<< eine schöne Zeit verbringen können. Verbunden mit einer aufmerksamen Wahrnehmung und Schärfung der Sinne.

Damit leiste auch ich einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und das tue ich gerne. Habt ihr schon mal eure ehrenamtlichen Stunden zusammen gerechnet? Seht ihr was davon auf eurem Rentenkonto?

Statt das Pflege- und Rentenversicherungsproblem ernsthaft anzugehen und eine Reform in Gang zu setzen, halten unsere Politiker*innen immer wieder am alten System fest. Sie haben einfach kein Profil und keine Visionen.

Mir platzt bald die Halsschlagader wegen so viel Inkompetenz!

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11 Kommentare zu „Kinderlose sollen mehr Euronen in die Pflege- und Rentenkassen einzahlen“

  1. Ich kann dich da sehr gut verstehen, aber es gibt neben solchen wie dich, die sich engagieren (und das sollte honoriert werden!) auch eben viele, die das nicht tun, und die die Belastungen durch eigene Kinder scheuen, und deren Renten später von den Kindern anderer mitfinanziert werden…Ich habe zwei autistische Kinder, meine (ZU gut laufende) Selbstständigkeit musste ich wegen ihnen aufgeben, regulär Arbeiten war sowiso nicht möglich, also habe ich einen Rentenanspruch von unter 30€…wäre ich nicht familiär gut abgesichert…

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    1. Außenstehende können niemals wissen, aus welchen Gründen Frauen und Männer kinderlos sind. Ich lasse mich aber gerne genauer aufklären. Kinderlose Singles werden nach Steuerklasse 1 und kinderlose verheiratete Paare nach 3/5 oder 4/4 besteuert. Beide zahlen den erhöhten Beitrag zur Pflegeversicherung. Auf die Sozialversicherungen entfallen fast 20 % des Bruttoeinkommens für alle. Kinderlose haben keinerlei Vergünstigungen durch den Staat. Ein verheiratetes Paar mit Kindern profitiert in D am besten von unserem Steuersystem und auch im Sozialversicherungssystem. Sie sind Familienversichert, bekommen Kindergeld/Kinderfreibeträge und wer über ein gutes Einkommen verfügt und Bauen sich leisten kann, bekommt noch zusätzlich Baukindergeld und Zuschüsse bei notwendigen barrierefreien Baukosten. Was die Renten betrifft, bin ich bei Dir: genauso wie es Mütterrenten gibt, muss es meiner Meinung nach auch zusätzliche Rentenpunkte für die besondere Förderung und Betreuung von Kindern/Jugendlichen geben. Da reichen die Bezuschussungen oder Fördergelder, die ja für die individuelle Verwendung zugunsten der Kinder gedacht sind, nicht aus.

      Insgesamt muss das Sozialversicherungssystem und Steuersystem neu gedacht werden. Ich habe oben von Reform geschrieben. Nein, es muss meines Erachtens komplett neu gedacht und aufgestellt werden.

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  2. Wir Kinderlosen zahlen doch schon mehr Steuern. Wir spenden oft Geld für bedürftige und das sind oft Kinder und Mütter. Wir werden oft ausgeschlossen und uns wird gesagt das wir ohne Kinder nichts wert sind. Ist das gerecht? Nein es ist ungerecht. // Gleichberechtigung für alle, damit es allen gut geht. Gleichberechtigung, Freiheit, Frieden und Demokratie.

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    1. Ich kann nicht beurteilen, ob Kinderlose wirklich ausgeschlossen werden. Bei mir gastieren Eltern, Großeltern mit Kind oder Enkel. Das finde ich toll. Nur möchte ich für meine individuelle Entscheidung gegen ein eigenes Kind nicht vom Staat und Umfeld oder von Konservativen reglementiert oder abgeurteilt werden. Meine Entscheidung traf ich bewusst und gut. Ich leiste dafür meinen steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Beitrag. Kann nur das in der Steuererklärung ansetzen, was möglich ist. Bei Steuerklasse 1 ist das mehr als begrenzt. Und Argumente wie Schummeleien bei der KM-Pauschale gelten seit der digitalen Welt schon lange nicht mehr. Die Finanzämter sollten mal bei richtigen Steuervermeidungsfällen und Betrug aktiv werden. Die Politiker*innen haben gar keine Ahnung von Steuergesetzen. Holen sich Berater an Bord, die natürlich gerne an Gesetzestexten und Schlupflöchern mitarbeiten. Dafür werden Berater ‚freigestellt‘ und gut bezahlt. Das ist deren Job.

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      1. Nun, mein Leben war in jungen Jahren zu durcheinander. Kinder hätten es nicht gut gehabt, jetzt bin ich zu alt. Mit anderen Worten, ich hätte nie eine gute Mutter sein können. Ich hätte nicht mehr arbeiten können und wäre auf den Staat und die Tafel angewiesen. Aus meinen Kindern wäre nichts geworden. Es ist besser das ich keine habe, so kann ich mich im Leben halbwegs durchschlagen. Mit Kinder wäre es zu schwer in Deutschland. Ich mag Kinder sehr, werde aber von Müttern ausgegrenzt. Eine Mutter hat mir direkt in das Gesicht gesagt, das ich ohne Kind nichts wert bin. Seit dem meide ich den direkten Kontakt mit Müttern, ich will nicht noch einmal gekränkt werden. Wir zahlen bereits mehr Steuern und in die Pflegeversicherung zahlen wir auch mehr ein. Ich zahle auch gern Kirchensteuer, weil Diakonie und Caritas solchen Menschen wie uns helfen.

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  3. Höhere Beiträge für kinderlose dann aber auch bitte rückwirkend… aber nein, das wird nie passieren. Die Probleme die uns die heutige, Rentnergeneration aus den „fetten Jahren“ hinterlassen hat müssen die jungen ausbügeln. Staatsschulden, Klimawandel, marode Infrastruktrur… Welcher Rentner hat während seiner Arbeitszeit in die Pflegeversicherung eingezahlt? Welcher Rentner die Höhe der aktuellen Rentenbeiträge?

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